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Künstler stellte Ideen zur Gestaltung von Ortseinfahrten vor

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So wie in dieser Fotomontage soll der Kreisverkehr im Süden Grabenstätts unweit der Autobahnanschlussstelle aussehen, wenn ihn der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann gestaltet hat.

Grabenstätt – Zahlreiche Bürger informierten sich im Rahmen einer Veranstaltung der Freien Wähler (FW) Grabenstätt über das Konzept des Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann zur Neugestaltung der Ortseinfahrten von Grabenstätt. Es sei ein Anliegen, mit der Veranstaltung eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, betonte der neue FW-Vorsitzende Stefan Hartmann. Zum einen betreffe dies die Zufahrt von Norden aus Richtung Chieming und zum anderen die südliche Anfahrt von der Autobahn, genauer gesagt die Gestaltung des dortigen Kreisverkehrs.


Mit Fotos zeigte Wassermann, wie man die Einfahrten einladend umgestalten könnte. Mit Blick auf die historischen Wurzeln Grabenstätts wäre es zum Beispiel vorstellbar, Römerfiguren aus Metall mit einer Höhe von 2,50 bis 2,80 Meter aufzustellen. Damit könnte man auch auf das Römermuseum in der Schlossökonomie aufmerksam machen. Auf dem Areal zwischen der nordwestlichen Ortseinfahrt von Grabenstätt und der Umgehungsstraße wäre seiner Meinung nach ein Parkplatz sinnvoll.

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Gemeinderat und Stellvertretender Landrat Andreas Danzer gab zu bedenken, dass außerhalb von Ortschaften nichts angeordnet werden dürfe und es auch an dieser Stelle problematisch mit dem Sichtdreieck wäre. Grundsätzlich sei eine Parkfläche an den Ortseingängen aber als positiv zu bewerten. Man könnte dort auch Informationen und Hinweise für Gäste anbringen und somit eine weitere »Anlaufstelle für Touristen« schaffen, schlug Danzer vor. Am Kreisverkehr an der Autobahn bestünde beidseits der Lampe ebenfalls die Möglichkeit, 2,50 bis 2,80 Meter hohe Römerfiguren zu positionieren, so Wassermann. Ein Bürger meinte dazu, dass es auf jeden Fall wichtig wäre, den Kreisverkehr »künstlerisch auszugestalten, da die aktuelle Situation am Kreisverkehr, soweit man überhaupt von einer Gestaltung sprechen kann, eher einen unschönen Eindruck macht«. Die Römerfiguren wären ein Blickfang und würden das Interesse wecken.

Wassermann fügte an, dass das am Kreisverkehr zu sehende Schild »Grabenstätt« auch mit Milchglas hinterlegt und beleuchtet werden könnte. Mit solchen Maßnahmen könnten nicht nur historisch interessierte, sondern auch künstlerisch veranlagte Leute angesprochen werden, meinte Danzer. Als Musterbeispiele nannte er die Gestaltung der Ortseinfahrten Traunsteins und Siegsdorfs. Grabenstätt sei eine Gemeinde, die vom Tourismus lebe und gerade mit Blick auf das Gewerbegebiet an der Autobahn in Oberwinkl wäre es wichtig, den Kreisverkehr »zu verschönern«, ergänzte Danzer.

Die Ortseingänge von Grabenstätt sollten »eine Visitenkarte darstellen«, appellierte FWG-Vorsitzender Hartmann. Die Gemeinde müsste dazu aber ein entsprechendes Konzept erarbeiten, der Künstler für die Ausgestaltung sei hingegen schon gefunden. Hartmanns Vorgänger Mayrhofer meinte, dass es nun an den Räten der Freien Wähler liege, den Vorschlag im Gemeinderat einzubringen. mmü