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Künftig keine Dauerstandplätze am Stadtplatz

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Traunstein. Der Stadtrat erließ in seiner letzten Sitzung eine neue Marktordnung und eine neue Gebührenordnung. In der Marktordnung sind keine Dauerstandplätze am Stadtplatz mehr vorgesehen und die Gebührenordnung sieht Preiserhöhungen für die Standbetreiber am Christkindlmarkt vor.


Ein belebender bunter Fleck auf dem Stadtplatz ist in diesem Jahr verschwunden: Der Obst- und Gemüsestand der Familie Matzke war der letzte dort verbliebene Dauerstandplatz. Auf die Schließung, die bereits Ende März erfolgt ist, reagierte die Stadtverwaltung jetzt, indem sie die Marktordnung änderte. Ohne Diskussion beschloss der Stadtrat die neue Ordnung, die jene aus dem Jahr 2001 ersetzt und vorsieht, dass künftig keine Dauerstandplätze mehr vorgesehen sind.

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Wie es in der Sitzung hieß, bestehe angesichts erheblicher personeller und betrieblicher Aufwendungen offenbar kein Interesse mehr an solchen Dauerstandplätzen. Weiter heißt es in der Sitzungsvorlage: »Die tägliche Versorgung mit Obst und Gemüse haben längst die zahlreichen Fachmärkte übernommen, so dass im Marktgewerbe ein wirtschaftlicher Tagesbetrieb kaum möglich ist.«

Auf die üblichen Märkte hat die neue Ordnung so gut wie keine Auswirkungen. Die Wochenmärkte finden nach wie vor mittwochs und samstags von 7 bis 13 Uhr statt. In der alten Fassung der Marktordnung war im Zusammenhang mit dem Christkindlmarkt noch von »Christkindl- und Christbaummarkt« die Rede gewesen. Den Stand mit den Christbäumen gibt es jedoch seit einiger Zeit nicht mehr, so dass diese Formulierung in der neuen Marktordnung geändert wurde.

In der Sitzung erließ der Stadtrat auch eine neue Gebührenordnung für die Märkte, mit der eine Erhöhung der Standgebühren verbunden ist. In den vergangenen Jahren war der Bereich Märkte für die Stadt ein Draufzahlgeschäft, was jedoch fast ausschließlich auf die hohen Kosten im Zusammenhang mit dem Christkindlmarkt zurückzuführen ist.

Würde man die Gebühren für diesen Markt so stark erhöhen, dass sie die Kosten decken, dann, so befürchtet man bei der Stadtverwaltung, würde man vor allem Beschicker verlieren, die ein weihnachtliches Warensortiment anbieten. Wolle man in Zukunft nicht nur Verzehrbetriebe haben, dann müsse man die Balance finden zwischen wirtschaftlich angemessenen und für die Beschicker bezahlbaren Gebühren.

Die nun beschlossene Gebührenerhöhung trifft deshalb die Verzehrbetriebe stärker als die anderen. Stände, an denen man essen und trinken kann, werden um 20 Prozent teurer, alle anderen um nur 10 Prozent. Im Stadtrat gab es dazu keine Diskussionen und das Gremium segnete die neue Gebührenordnung einstimmig ab. -K.O.-