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Kühllaster kam von A 8 ab

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Siegsdorf – Ein Sattelzug, beladen mit 21 Tonnen Speck, ist am späten Dienstagabend bei Bernau von der Autobahn abgekommen und in einer angrenzenden Wiese gelandet. Die aufwändige Bergung des Kühllasters dauerte mehrere Stunden lang. Es entstand Gesamtschaden von rund 40 000 Euro. Der Fahrer, ein 33-jähriger Österreicher, flüchtete zunächst, kam dann aber zum Unglücksort zurück.


Der Mann hatte den Sattelzug gegen 22 Uhr von seinem Kollegen, einem 42-jährigen Türken, übernommen. Nur wenige Minuten später kam er an der Anschlussstelle Bernau rechts von der Autobahn ab. Als die Polizei am Unfallort eintraf, war der Österreicher bereits verschwunden. Die Beamten trafen nur seinen Arbeitskollege an; er hatte die Unfallstelle passiert und war stehen geblieben. Nachdem der verständigte Firmenchef telefonisch mit dem 33-Jährigen Kontakt hatte, kam er an den Unfallort zurück. Warum er von der Autobahn abkam, ist noch unklar. Alkohol oder Drogen waren nicht im Spiel.

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Da der Sattelzug bei dem Unfall eine Warntafel umfuhr, wurde der Dieseltank aufgerissen. Der auslaufende Diesel verunreinigte den Boden. Vertreter des Landratsamts und Wasserwirtschaftsamts Rosenheim ordneten darum ein Abtragen des kontaminierten Bodens an. Die Freiwillige Feuerwehr Bernau und die Autobahnmeisterei Siegsdorf waren im Einsatz.

Um die Bergung des Sattelzugs kümmerte sich ein Spezialunternehmen aus Siegsdorf. Die Fahrbahn war währenddessen für rund eine Stunde lang gesperrt. Es dauerte bis etwa 1.45 Uhr, bis der Sattelzug geborgen war.

Der unverletzte Fahrer des Sattelzugs wird sich nun wegen Unfallflucht und Bodenverunreinigung strafrechtlich verantworten müssen. Auch gegen seinen Arbeitskollegen leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen versuchter Strafvereitelung und Beihilfe zur Unfallflucht ein. fb