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KSK Staudach freut sich auf neue Fahne

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Die alte Fahne hat sehr gelitten. Eine Restaurierung ist nicht möglich. Nun wird aber ein Duplikat für rund 10 000 Euro erstellt. (Foto: Eder)

Staudach-Egerndach – 100 Mitglieder kann die Krieger- und Soldatenkameradschaft Staudach-Egerndach mittlerweile aufweisen.


Vorsitzender Bernd Koller informierte in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Zum Ott, dass darunter 53 Mitglieder der Kameradschaft direkt angehören und 57 über den Verband der Reservisten im Achental im Verein integriert sind.

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Diese besondere Konstellation ermöglicht den hohen Mitgliederstand. Unter den Mitgliedern ist nurmehr ein Kriegsteilnehmer, wusste Koller. Die Aktivitäten des vergangenen Jahres fasste Schriftführer Albert Hogger zusammen. Er erinnerte an den Jahrtag der Vereine und auch an Fronleichnam, an denen die Kameradschaft teilnahm. Zudem war der Verein bei der 150-Jahr-Feier der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Grabenstätt und auch beim 125-Jahr-Jubiläum des Staudacher Trachtenvereins. Sowohl an Erntedank wie auch am Volkstrauertag war die Fahnenabordnung dabei.

Vorsitzender Koller erinnerte an die Gedenkmesse auf der Kampenwand, an der die Kameradschaft zum ersten Mal teilgenommen habe. Koller war begeistert von dieser »eindrucksvollen Feier mit 107 Vereinsfahnen« und informierte, dass die KSK nun jedes Jahr teilnehmen werde. Auch auf den gelungenen Vereinsausflug in den Bayerischen Wald ging er kurz ein und konnte von einem guten Sammelergebnis von 631 Euro an Allerheiligen berichten. Beim Staudach-Egerndacher Advent half die Kameradschaft beim Aufbau der Verkaufsbuden. Begeistert zeigte sich Koller auch von der mit dem VdK Ortsverband gemeinsam organisierten Weihnachtsfeier.

Die Liste diesjähriger Aktivitäten ist lang. So wird die Kameradschaft an der Gauversammlung und am Jahrtag der Vereine am 23. April teilnehmen und auch an Fronleichnam am 15. Juni ihre Fahne zeigen. Auch an der Wallfahrt nach Maria Eck am 2. Juli wie an der Gedenkfeier auf der Kampenwand am 27. August wird man teilnehmen. Auch der Volkstrauertag wird mit der Fahne begleitet. Zum geplanten Adventsmarkt der Ortsvereine informierte Koller, dass die Kameradschaft für die Stromversorgung zuständig sei. Da der Frauenbund die Kameradschaft immer so unterstütze, wolle man nun etwas zurückgeben und ein 30 Meter Stromkabel mit 32 Ampere besorgen, damit auch ausreichend Strom für das Angebot der fleißigen Frauen vorhanden sei. Dem stimmten die Mitglieder zu.

Zur Vereinsfahne berichtete Koller, dass mehrere Kostenvoranschläge zur Restaurierung der alten Fahne eingeholt wurden. Eine Restaurierung sei aber sehr schlecht möglich und so wurde von mehreren angeraten, besser ein Duplikat erstellen zu lassen. Auf einem alten Bild der damaligen Fahnenweihe habe er erkannt, dass bei der letzten Restaurierung der Fahne Ornamente verloren gingen. Durch Recherchen konnte er Originalbilder der Fahne auftreiben und sei der Meinung, dass das Duplikat nach diesen Bildern hergestellt werden soll.

So zeigen die Ornamente auch die Waffengattungen der Infanterie und der Kavallerie. Auch der Lorbeerkranz der ursprünglichen Fahne ist auf der Vereinsfahne nicht mehr vorhanden. Besonders selten sei auch die Darstellung des Antonius mit Admiralshut. Nach Kostenschätzungen wird die neue Fahne mit Stickerei 10 000 Euro kosten. Gebraucht werden zudem ein neuer Spitz und eine Fahnenstange sowie weitere Kleinteile. Damit summiert sich die Investition auf 12 000 Euro. Die Fahne wurde bereits beauftragt und soll Ende des Jahres fertig werden. Koller dankte den vielen Spendern, den Privaten, den Firmen und auch der Gemeinde, die 1000 Euro stiftet.

Im nächsten Jahr soll die neue Fahne geweiht werden. Es werde keine große Feier, sondern vielmehr ein Fest im Ort mit den Ortsvereinen. Als Paten wünsche man sich alle fahnentragenden Vereine im Ort. Der Verein habe für die Fahne gespart, hoffe aber weiterhin auf Spenden, so Koller.

Respekt zollte Bürgermeister Hans Pertl der Kameradschaft, die alle weltlichen und kirchlichen Feste mit der Fahne begleite. Es freue ihn, dass schon etliche Spenden für die neue Fahne eingegangen sind. Die Gemeinde habe ihr Scherflein beigetragen. Er hoffe, dass der Verein mit dem gleichen Elan weitermache. tb