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Krötenwanderung am Weitsee startet

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Auf den  Weg  zu den Laichgewässern  machen sich  die  Kröten  entlang der B 305 in den Gemeinden Reit im Winkl, Ruhpolding und Inzell. (Foto: Staatliches Bauamt Traunstein)

Mit Einsetzen der milden Frühlingstemperaturen wird entlang der Bundesstraße 305 rund um Weitsee, Mittersee und Lödensee wieder die Amphibienwanderung beginnen. An Deutschlands größtem Amphibienübergang queren im Frühjahr ca. 35 000 kleine Tiere die Straße und wandern zu ihren Laichgewässern.


Zum Schutz der Amphibien wird die Straße daher, wie bereits in den vergangenen Jahren, an mehreren Tagen im Frühjahr kurzfristig zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens voll für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt weiträumig über die Kreisstraße von Siegsdorf nach Staudach bzw. über die Autobahn.

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Die konsequente Sperrung der Bundesstraße erfolgt mittels Schrankenanlagen bei Seegatterl und Seehaus. »Sie ist unerlässlich, da bereits wenige Fahrzeuge ausreichen, um zahlreiche Amphibien durch Überfahren bzw. den Luftdruck von herannahenden Fahrzeugen zu töten«, erklärt Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein. Hinweisschilder werden den Verkehrsteilnehmer aber frühzeitig auf die Straßensperrung hinweisen. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit dem Landratsamt Traunstein, den beiden Gemeinden Reit im Winkl und Ruhpolding sowie der Polizeiinspektion Ruhpolding. Um Umwege zu minimieren, werden Verkehrsteilnehmer gebeten, besonders an Schlechtwettertagen gleich die Ausweichrouten über Grassau oder Siegsdorf zu nehmen. Die Sperrung wird jeweils aktuell in den Verkehrsnachrichten der regionalen Radiosender bekannt gegeben. Besonders beobachten wird das Staatliche Bauamt in den nächsten Wochen auch die neue Amphibienschutzeinrichtung entlang der B 305 zwischen Ruhpolding und Inzell, auf Höhe des Froschsees. Sie wurde mit einer Länge von 600 Metern im vergangenen Jahr vom Bauamt geschaffen. »Durch die Leiteinrichtungen und Durchlässe soll mehr Schutz für die ehrenamtlichen Helfer sowie mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer erreicht werden. Gleichzeitig sollen der anhaltend rückläufigen Tendenz bei den Amphibienbeständen entgegenwirkt und die biologische Vielfalt erhöht werden«, so Maltan. Da es sich nun um die erste Frühjahrswanderung seit dem Bau der Einrichtung am Froschsee handelt, werden Ingenieure und Biologen die Wanderung beobachten. Die Verkehrsteilnehmer werden in diesem Bereich um Vorsicht gebeten. fb