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Kritik an Standort für Seniorenheim

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Auf diesem freien Feld südöstlich des Überseer Bahnhofs soll das neue Baugebiet samt Seniorenheim entstehen. (Archivbild: vom Dorp)

Übersee – Rund 100 Überseer verfolgten bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Feldwies den umfassenden Zwei-Stunden-Bericht von Bürgermeister Marc Nitschke.


In der anschließenden 45-minütigen Diskussion gab es hauptsächlich Anregungen und Fragen (weiterer Bericht folgt). Unzufriedenheit regte sich bei einigen Bürgern lediglich gegen den bereits beschlossenen Standort für das Seniorenheim im neuen Baugebiet »Übersee-Ost«.

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Seit mehr als einem Jahrzehnt wünschen sich die Überseer Bürger ein Senioren- und Pflegeheim. Bereits im Februar hatte der Gemeinderat mehrheitlich einen entsprechenden Bebauungsplan im 25 000 Quadratmeter großen Baugebiet »Übersee-Ost« abgesegnet.

»Die Gemeinde steht parat«, bestätigte auch der Rathauschef in seinem Bericht. Man sei derzeit mit der Entwicklungsplanung beschäftigt und habe die grundsätzlichen Zusagen möglicher Investoren und Betreiber. Eventuell »greifbare Ergebnisse« werde man 2018 bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerschaft präsentieren.

Aktuell gehe man laut Nitschke von einem »Konzept Gemeinschaftshaus« für 64 Plätze aus, in dem alle Bedürfnisse der Gemeinde abgedeckt werden. Dazu gehören Tagespflege, betreutes Wohnen, Pflege- und Wohngemeinschaft, Demenzabteilung und Intensivpflege.

Wie schon zu Beginn des Planungsverfahrens, gab es auch in der Versammlung wieder Verfechter für einen Standort auf dem frei gewordenen Deutz-Grundstück. »Wirtschaftliche Gründe, vor allem hinsichtlich des großen Bedarfs von 5000 Quadratmeter, lassen das allerdings nicht zu«, so die Aussage des Bürgermeisters. Man habe »alles mit vielen Ideen rauf- und runtergerechnet«, eine wirtschaftliche Lösung sei auf dem Deutz-Gelände aber nicht machbar.

Heftige Kritik kam daraufhin von Benedikt Gschwendner, dem Vorsitzenden der Jungen Union. »Es kann nicht sein, dass uns die Deutz eine Ruine und einen verseuchten Boden hinterlässt und dann mit einer Maximalbebauung ein profitables Geschäft machen will.«

Der Bürgermeister stellte zwar richtig, dass Deutz verpflichtet sei, das Grundstück auf Baulandniveau wieder herzurichten. »Trotzdem ging es am Ende für die Gemeinde nicht und somit bleibt es beim beschlossenen Standort in Übersee-Ost.« bvd

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