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Kriegsmaterial gehortet

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Salzburg – Ein Sammler, der in Salzburg und Teisendorf tonnenweise Kriegsmaterial gehortet hatte, ist am Freitag in Salzburg zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Der 43-Jährige hatte sich bei einer Explosion selbst schwer verletzt und im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt.


Weiteres Lager in Teisendorf gefunden

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Die illegale Sammlung war aufgeflogen, weil er im Januar 2014 im Keller seines Hauses eine Gewehrpatrone geöffnet und sich im Gesicht, an den Händen und am Rücken schwerste Verbrennungen zugezogen hatte. In seinem Haus, einer Scheune und einer Garage fand die Polizei Panzerminenzünder, Waffen, Munition und Übungsgranaten. Ein weiteres Arsenal an Kriegsmaterial wurde in einem Lager in Teisendorf sichergestellt. Die Munition dort war aber unbrauchbar gemacht worden.

»Die Sammelleidenschaft liegt in der Familie. Als Kind habe ich Mineralien gesammelt, dann hat mich auch die Militärgeschichte sehr interessiert«, sagte er vor Gericht. Nach Schicksalschlägen in der Familie habe darin »Trost und Ablenkung« gesucht. »Ich habe mir nie gedacht, dass so etwas passieren könnte. Das tut mir äußerst leid. Ich möchte mich dafür entschuldigen. Ich kann garantieren, dass das nicht mehr vorkommen wird.«

Das Gericht begründete das milde Urteil mit dem frühen umfassenden Geständnis, der Reue und der Verletzung des Mannes. dpa