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Kriege bringen unsägliches Leid

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Am Kriegerdenkmal gedachten die Grabenstätter Ortsvereine an ihrem Jahrtag den Gefallenen und Vermissten der Weltkriege.

Grabenstätt. Zahlreiche Ortsvereine und Fahnenabordnungen beteiligten sich am Vereinsjahrtag an Christi Himmelfahrt in Grabenstätt am traditionellen Kirchenzug, der vom Marktplatz zur Pfarrkirche St. Maximilian führte. Allen voran marschierte die Musikkapelle Grabenstätt, die auch den von Pater Gabriel zelebrierten Gottesdienst mit feinen Klängen untermalte. »Schön, dass Sie mit ihren Familien gekommen sind, um heute an ihrem Ehrentag die Heilige Messe zu feiern«, wandte sich Gabriel an die Väter.


So wie die Wiedervereinigung zwischen Jesus und Gott Vater den Menschen und Gesellschaften Halt und Zuversicht gebe, müssten auch die Väter ihren Familien im Alltag Halt geben. Nach dem Gottesdienst wurde am Kriegerdenkmal der in den Weltkriegen gefallenen Vereinsmitglieder gedacht. Es sang der Kirchenchor und als äußeres Zeichen der Trauer und Mahnung legten Erich Meisinger und Gustl Lex im Namen aller Ortsvereine einen Kranz nieder. Die Fahnen der Soldatenkameradschaft, der Feuerwehren Grabenstätt und Oberhochstätt, des Schützenvereins und des Trachtenvereins senkten sich und es ertönten drei Salutkanonenschüsse.

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»So etwas darf nie wieder geschehen«

»Die Kriege sind lange her und es gibt nicht mehr viele unter uns, die aus eigener Erfahrung davon erzählen können. Aber die noch da sind, werden uns sagen, dass dadurch unsägliches Leid in fast jede Familie gekommen ist«, so Ortsheimatpfleger Gustl Lex. Das Dorfleben sei damals auseinandergerissen und die meisten Vereine zum Erliegen gekommen. So etwas dürfe nie wieder geschehen. Dass der Frieden auch im heutigen Europa nicht selbstverständlich sei, sehe man derzeit in der Ukraine.

Genau vor 100 Jahren habe in Deutschland, in Bayern und in Grabenstätt wie heute Frieden geherrscht, doch »schon vier Wochen später, am    28. Juni 1914, ermordete ein Student in Sarajevo den Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie – und am 28. Juli stand Europa in Flammen«, erinnerte Lex. Unter den 15 Millionen Toten seien 52 Grabenstätter gewesen. Im Zweiten Weltkrieg verloren 106 weitere Grabenstätter ihr Leben. mmü