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Kreuzweg und Mosaik von Andreas Schwarzkopf enthüllt

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Im Brander Tal beim Kirchlein Maria Schnee weihten Pfarrer Otto Stangl und Pfarrer Thomas Schmeckenbecher (rechts) den Kreuzweg und das Mosaik von Andreas Schwarzkopf ein. Stolz auf den neuen Raum zur Meditation ist auch Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler (links).

Ruhpolding. Mehr als 80 Gäste nahmen an der Einweihungsfeier von Kreuzweg und Mosaik des 1991 verstorbenen Ruhpoldinger Künstlers Andreas Schwarzkopf teil. Im Brander Tal nahe des Kirchleins Maria Schnee weihten Pfarrer Otto Stangl und Pfarrer Thomas Schmeckenbecher das in seiner Art einmalige Kunstwerk ein.


Viele Jahre befanden sich der aus massiven Bronzetafeln bestehende Kreuzweg und eine Auferstehungszeichnung des Künstlers im Privatbesitz auf dem Anwesen bei Sulzen nahe Ruhpolding. Die Idee, das kostbare Erbe der Öffentlichkeit zu übergeben, entstand beim Besitzer Josef Böddecker bereits zum Ende der 80er Jahre. Er versammelte eine Gruppe kulturinteressierter Bürger um sich mit dem Ziel, das Vorhaben gemeinsam zu realisieren.

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Ausschlaggebend für die aufwändige Umsetzung war im Jahr 2008 die Beteiligung der Gemeinde Ruhpolding am europäischen Förderprogramm Leader und die Mitgliedschaft in der lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen. Nachdem Böddecker die Kreuzwegtafeln der Gemeinde geschenkt hatte, übernahm diese 2012 die Trägerschaft für das Kulturprojekt und beantragte Geld aus dem Leader-Förderprogramm.

Das Ensemble aus kreisförmig gestaltetem Kreuzweg und Auferstehungsmosaik konnte nur unter Beteiligung anerkannter Künstler umgesetzt werden, sagte Ortsheimatspfleger und Bauleiter Franz Ringsgwandl.

Bürgermeister Claus Pichler dankte den beteiligten Firmen und der Arbeitsgruppe sowie den Unterstützern des Projektes, ohne deren Beitrag die Idee nicht hätte in die Tat umgesetzt werden können. Als ein beliebter Raum der Meditation im Bergwald werde der Platz Anziehungspunkt für viele Menschen werden, zeigte sich Pichler überzeugt.

Begleitet und unterstützt wurde das Vorhaben von Landwirtschaftsdirektor Sebastian Wittmoser. Der für die Region zuständige Leader-Manager sagte, die Ziele des Leaderprogrammes zur Stärkung des ländlichen Raumes seien hier vorbildlich umgesetzt worden.

Auf dem teils steinigen Weg zur Umsetzung wurden Gemeinde und Projektgruppe vom Geschäftsführer der Aktionsgruppe, Kolja Zimmermann, begleitet. Es sei maßgeblich sein Verdienst, dass alte Ideen und Gedanken nach Jahren wieder aufgenommen, ein Standort gefunden und Unternehmer gewonnen wurden.