Kreuzung St. Georgen bleibt Unfallschwerpunkt

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Den Waldweg nach Niedling hat der städtische Bauhof auf Antrag des Arbeitskreises Verkehr saniert. (Foto: Piehler)

Traunreut – Normalerweise trifft sich der Arbeitskreis Verkehr (AKV) jeden Monat zu einer Besprechung aktueller Themen. Aufgrund der Coronaauflagen ist dies derzeit nicht möglich. Darum haben sich die Mitglieder im November per E-Mail ausgetauscht. Dabei wurde festgestellt, dass das aktualisierte Radwegekonzept der Firma Schlothauer & Wauer zur Verfügung gestellt werden sollte, die im Auftrag der Stadt ein Verkehrskonzept für Traunreut erstellt.

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Auch weitere Themen, die die Firma besonders untersuchen sollten, schlägt der AKV vor. Dazu gehört die Kreuzung in St. Georgen, die nach Meinung des AKV noch immer ein Unfallschwerpunkt ist. Die Schranken seien jeweils circa drei Minuten geschlossen, wenn ein Zug durchfährt. Die Nutzung der Bahn sei unbefriedigend, die Züge seien weitgehend leer. Der AKV stellt daher Fragen: »Kann eine elektronische Steuerung die Schrankenwartezeit verkürzen? Wie kann die Nutzung der Bahn verbessert werden? Wann wird der tiefergelegte Kreisverkehr gebaut? Wie wird bis dahin der Unfallschwerpunkt verbessert?«

Vorsitzender Reinhard Piehler hat einen Unfallbericht über die Kreuzung St. Georgen bei der Polizei beantragt und bekommen. Daraus geht hervor, dass dort 2020 fünf Unfälle passiert sind, davon einer mit Schwer-, zwei mit Leichtverletzten und zwei mit Sachschaden. In den Jahren 2015 bis 2020 waren insgesamt 40 Unfälle registriert worden. Blechschäden ohne Polizeiermittlung sind da noch gar nicht dabei. »Die Statistik zeigt, dass die Unfälle an der St. Georgener Kreuzung nicht weniger geworden sind«, meinte Piehler.

Ein weiteres Thema ist die Ostumgehung von Traunreut. Die Robert-Bosch-Straße ist laut AKV überlastet. »Wie wird die Robert-Bosch-Straße in Zukunft entlastet? Was empfiehlt die Firma Schlothauer & Wauer zu all diesen Problemen?« Der Vorsitzende hat diese Fragen an die Firma weitergeleitet.

Als Ergebnis einer gemeinsamen Radtour im Sommer hat Reinhard Piehler außerdem im Namen des AKV einen Antrag auf Radwegverlängerung bis zum Ortsschild von Anning an den Stadtrat gestellt. Erfreulich sei, dass der Waldweg nach Niedling nach einem Antrag des AKV durch vom Bauhof sehr gut saniert worden sei.

Auch neue Themen kamen zur Sprache. So beklagte Hanni Herold die Parkplatzsituation in der Stadt Traunreut. Es werde teilweise auf Gehsteigen geparkt. Im AKV wurde daher die Einführung gebührenpflichtiger Parkplätze besprochen. Zu prüfen wäre eine Überwachung durch eine Firma. »Parkgebühren lösen die Probleme nicht«, wurde allerdings festgehalten.

Herold hat außerdem eine Karte über Wege im gesamten Stadtgebiet erstellt, die als Wanderwege infrage kommen. In einer der nächsten möglichen Sitzungen soll jedes AKV-Mitglied die Wege auf der Karte überprüfen, die er gut kennt und gegebenenfalls korrigieren.

Simon Bauer wollte wissen, ob man eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h auf der Kreisstraße TS 42 von St. Georgen kommend erlassen könne. Es wird beantragt, dass dieses Thema bei der nächsten Verkehrsschau besprochen wird.

Und Andi Locht stellte bei der Besichtigung der Baustelle Adalbert-Stifter-Straße Ost fest, dass mehr Parkbuchten möglich wären, als derzeit gebaut werden. Laut Udo Albrich sei dies aber aus Rücksicht auf die Grünanlage nicht möglich. mix

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