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Kreisverkehr bei Matzing wird heute Nachmittag freigegeben

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Foto: FDL/AKI

Matzing – Kurz vor der Freigabe für den Verkehr am heutigen Freitagnachmittag steht der neu erbaute Kreisverkehr bei Matzing – zur Freude vieler Autofahrer.


In Zukunft müssen Autofahrer aus Richtung Chieming deutlich kürzere Wartezeiten einplanen, wenn sie von der Staatsstraße 2096 auf die B304 einfahren wollen.

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Ab Freitagnachmittag ist es schließlich soweit: Dann wird der neue Kreisverkehr, der einen stolzen Durchmesser von 45 Metern besitzt, für den Verkehr freigegeben. Mit dem Bau der von vielen Autofahrern herbeigesehnten Kreisverkehrsanlage wurde vor rund vier Wochen, am 11. September, begonnen.

So kann nach den weiträumigen Umleitungen der letzten Wochen der neue Knotenpunkt der Staatsstraße 2096 mit der B304 hoffentlich dazu beitragen, die langen Wartezeiten für die Autofahrer aus Richtung Chieming zu vermeiden.

Und so sieht der neue Kreisverkehr nun aus:

Wann genau die Straßen für den Verkehr wieder freigegeben werden, konnte uns Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein auf Nachfrage noch nicht konkret bestätigen. Geplant ist die Freigabe für den frühen Nachmittag.

Aufgrund der guten Wetterverhältnisse konnten die Bauarbeiten wie geplant durchgeführt und abgeschlossen werden. "Es ist alles gut gelaufen, es gab keine Probleme", bestätigte Maltan dem Traunsteiner Tagblatt.

Die Gesamtkosten des Kreisverkehrs inklusive der Kosten des neuen Asphaltdecke, die zwischen der Bahnlinie und der Abzweigung Richtung Traunwalchen aufgebracht wurde, belaufen sich laut Angaben des Staatlichen Bauamtes auf insgesamt rund 600 000 Euro. Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Bund und ein Drittel der Freistaat Bayern.

Gut angelegte Gelder – Zähe Verhandlungen haben sich gelohnt

In Anbetracht der Tatsache, dass mit dem Kreisverkehr eine unfallträchtige  Kreuzung entschärft werden konnte, seien die Gelder gut angelegte Steuergelder, sagte der Traunwalchner Bundestagsabgeordnete und ehemalige Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer bei einer letzten Baustellen-Stippvisite zusammen mit dem Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, Sebald König, und dem Traunreuter Bürgermeister Klaus Ritter.

Der leitende Baudirektor erinnerte an die zähen Grundstücksverhandlungen, die der Baumaßnahme vorangegangen waren. Diese gehörten jetzt aber der Vergangenheit an und er sei sehr erfreut, dass der Durchbruch mit der Stadt Traunreut gelungen sei. Das Traunreuter Stadtoberhaupt lobte die zügige Umsetzung der Baumaßnahme und gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Straßenbaubehörde. Die städtische Verwaltung und die Straßenbaubehörde hätten an einem Strang gezogen.

Pläne für die Ortsumfahrung Nunhausen und Matzing

Wie König weiter mitteilte, sei mit dieser neuen Verkehrsanlage die große Umfahrung der Ortschaften Nunhausen und Matzing im Zuge der B304 Neutrassierung aber nicht gestorben. Bis zur Umsetzung einer Umfahrung der beiden Ortschaften wird aber noch viel Wasser die Traun hinunter fließen.

Deshalb und nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, rechne sich der Kreisverkehr auch aus volkswirtschaftlicher Sicht. Nach Aussagen von Ramsauer könnte die Umfahrung der Ortschaften laut Bundesverkehrswegeplan 2030 fertig sein. Allerdings passt der Kreisverkehr als Knotenpunkt dann nicht mehr in die Planung. Es ist vorgesehen, die Staatstraße 2096 aus Richtung Chieming am Kreisverkehrsknotenpunkt unter die Bahnschiene zu verlegen und auf freier Flur dann wieder Richtung Traunreut anzubinden.

ga/th

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