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Kreisverkehr bei Hurtöst freigegeben

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Der Verkehr auf der Ausbaustrecke zwischen Zweckham und Hurtöst mit einem Kreisverkehr läuft bereits seit einigen Wochen. Am Dienstag wurde die Straßenbaumaßnahme offiziell für den Verkehr freigegeben. Unser Foto zeigt (von links) den Geschäftsleiter der Firma Swietelsky, Willi Schuhböck, Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter, Landrat Siegfried Walch und den Leiter des Straßenbauamts Traunstein, Sebald König, bei der Durchtrennung eines Bandes. (Foto: Rasch)

Traunreut. Zusammen mit der Stadt Traunreut und der Gemeinde Palling sowie dem Staatlichen Straßenbauamt Traunstein hat der Landkreis Traunstein die zweite Ausbaustufe der Straßenbaumaßnahme Zweckham–Hurtöst vollendet. In nur fünf Monaten Bauzeit wurden 2,4 Kilometer Kreisstraße, 240 Meter Staatsstraße und ein neuer Kreisverkehr in Hurtöst gebaut. Zudem wurde entlang der Neubaustrecke ein Geh- und Radweg angelegt. Der Verkehr auf der neuen Straße läuft bereits seit einigen Wochen. Am Dienstag wurde die Straße offiziell für den Verkehr freigegeben und eingeweiht.


Mit der Straßenbaumaßnahme sei eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Verbesserung zum Wohle der Bürger geschaffen worden, sagte Landrat Siegfried Walch. Der Ausbau gewährleiste eine absolute Verkehrssicherheit. Allen voran der Bau eines Geh- und Radwegs, der den »schwachen« Verkehrsteilnehmer schütze, sowie der Bau eines Kreisverkehrs, der das Unfallrisiko am Kreuzungsbereich auf ein Minimum reduziere. Zu den Kosten führte Walch aus, dass die Gesamtmaßnahme mit zwei Millionen Euro zu Buche schlage. Darin enthalten sind auch der Grunderwerb, Planung, Bauleitung, Gutachten und Vermessung der Ausgleichsmaßnahmen. Der Eigenanteil des Landkreises liege bei 900 000 Euro. Zuwendungen erwarte man sich auch noch vom Freistaat Bayern. Der Bescheid stehe aber noch aus. Die Stadt Traunreut muss für den Geh- und Radweg anteilsmäßig rund 98 000 Euro bezahlen und die Gemeinde Palling etwa 8000 Euro. Der knapp 2,3 Kilometer lange Streckenabschnitt umfasste einen Vollausbau beziehungsweise eine Verbreiterung mit Deckenverstärkung der Kreisstraße TS 1 vom nördlichen Ortsende in Zweckham bis zur abgehenden Gemeindestraße Richtung Unterweißenkirchen (Gemeinde Palling). Im Zuge des Ausbaus wurde der Weiler Kirchstätt westlich des Anwesens Kleinschwärzer umfahren. Die neue, rund 560 Meter lange Umfahrung, mündet jetzt in einen Kreisverkehrsplatz am Knotenpunkt Staatsstraße 2104 (Waginger Straße) und der Kreisstraße TS 1 bei Hurtöst. Der straßenbegleitende Geh- und Radweg beginnt wie der Ausbau der Kreisstraße am nördlichen Ortsausgang von Zweckham und endet ebenfalls bei der Zufahrt in die Gemeindestraße Richtung Unterweißenkirchen. Der Geh- und Radweg wurde komplett um den neuen Kreisverkehr herumgeführt und jede Anbindung hat eine Querungshilfe erhalten.

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Dass die Baumaßnahme in relativ kurzer Zeit durchgezogen werden konnte, hat nach Aussagen des Geschäftsführers der ausführenden Baufirma Swietelsky, Willi Schuhböck, an der guten Teamarbeit gelegen. Ursprünglich war die Freigabe zwei Monate später vorgesehen. Dem Traunsteiner Tagblatt sagte Willi Schuhböck, dass man zu Beginn der Baumaßnahme, die seit 2007 im Gespräch war, auch von dem schönen Wetter profitiert habe. Lobend über das kurze Bauzeitfenster äußerten sich auch der Traunreuter Bürgermeister Klaus Ritter und der Leiter des Staatlichen Straßenbauamts Traunstein, Sebald König. Die Zusammenarbeit verschiedener Baulastträger sei hier beispielhaft gewesen, betonte König. Bezugnehmend auf die Frage, wie es mit dem Straßenausbau im Gemeindegebiet der Stadt Traunreut weitergeht, deutete er an, dass zwar Ideen diskutiert würden, aber noch keine fertigen Pläne in der Schublade lägen.

Ritter deutete an, dass die Stadt Traunreut an den Ausbau anknüpfen wolle und sich an den Ausbau der Straße zwischen Zweckham und Niedling in Richtung Traunwalchen machen wolle. Auf der Strecke – die Straße sei ohnehin nicht mehr so gut – wie er feststellte, soll auch ein Geh- und Radweg gebaut werden.

Als Vertreter der Gemeinde Palling räumte der Zweite Bürgermeister Franz Obermaier ein, dass die Gemeinde als Anrainer zwar nur mit einem kleinen Anteil betroffen sei, verkehrstechnisch sei das ausgebaute Straßenstück aber von großer Bedeutung.

Nach Angaben Königs sei die Kreisstraße TS 1 mit täglich 4500 Kraftfahrzeugen höher belastet als die Staatsstraße 2004 in diesem Bereich mit 3500 Kraftfahrzeugen. ga

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