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Kreisstraßen blieben im Winter sicher

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Obwohl für das Wochenende noch einmal – hoffentlich letzte – Schneefälle angesagt sind, ist für die Mitarbeiter des Kreisbauhofs die Winterdienstsaison so gut wie vorbei. Die Bilanz: Vom 20. November bis zum 25. März waren sie vorwiegend als Winterdienst-Melder im Einsatz. In dieser Zeit kontrollierten sie nahezu ununterbrochen den Zustand des 380 Kilometer umfassenden Kreisstraßennetzes, um bei Bedarf Räum- beziehungsweise Streueinsätze anzufordern. Landrat Siegfried Walch und Kreisbauhof-Chef Peter Mayer sind froh, dass es keine schweren Unfälle gab. »Die Männer vom Winterdienst haben wieder hervorragende Arbeit geleistet«, so Walch.


Starke Schneefälle blieben in diesem Winter größtenteils aus. Durch die eher milden Temperaturen rund um den Gefrierpunkt waren hingegen sehr häufig Streueinsätze erforderlich. Durch die ständigen Temperaturschwankungen um null Grad bestand immer die Gefahr, dass sich stellenweise oft blitzartig Glatteis bildet.

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Schneeräumen war dagegen im zurückliegenden Winter eher selten erforderlich. Die eingesetzte Feuchtsalztechnologie (Zumischung von Sole zum Streusalz) war bei diesen Bedingungen besonders effektiv. In den vergangenen Wochen beschränkte sich die Gefahr durch Glatteis oft auf kürzere Streckenabschnitte – Waldstücke oder Brücken –, sodass die Melder immer wieder eigenhändig Salz ausbrachten. Der Einsatz eines Winterdienst-Lkws erfolgte hingegen nur dann, wenn es auch mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit vereinbar war.

Durch die vielen Streueinsätze dieses Winters war der Verbrauch an Streusalz verglichen mit den Vorjahren höher als zunächst angenommen. Aus den Streusalzlagern des Landkreises wurden mehr als 3000 Tonnen »auf die Straße gebracht«. Weitere 300 Tonnen wurden im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit an Gemeinden im Landkreis weiterveräußert. Allein die Kosten für Streusalz (Einkauf, Lagerung und Transport) betragen bisher mehr als 285 000 Euro; rund 250 000 Euro kosteten die Winterdienst-Einsätze der Fremdunternehmer von November bis März.

Hinzu kommen die in jedem Winter entstehenden Schäden am Fahrbahnbelag, den Banketten, den Leiteinrichtungen und der Beschilderung. Risse und Fahrbahnaufbrüche wurden vielerorts bereits provisorisch behoben, viele Leiteinrichtungen waren auszutauschen und so manches Verkehrsschild fiel Unfällen zum Opfer. fb