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Kreisjugendring erhält 200 000 Euro vom Landkreis

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Traunstein – Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Traunstein hat in seiner jüngsten Sitzung für das laufende Jahr Zuschüsse in Höhe von über 300 000 Euro vergeben. 200 000 Euro und damit 15 000 Euro mehr als in den vergangenen zwei Jahren erhält der Kreisjugendring (KJR) Traunstein. Der KJR hatte wegen der gestiegenen Anforderungen und der Einstellung eines vollbeschäftigten Geschäftsführers beantragt, den Zuschuss von 185 000 Euro auf 200 000 Euro zu erhöhen.


Die Stelle eines Geschäftsführers war in den vergangenen anderthalb Jahren unbesetzt. Zum 1. Januar wurde Johannes Glück als neuer vollbeschäftigter Geschäftsführer eingestellt. Die letzte Geschäftsführerin war nur 25 Wochenstunden beschäftigt. Außerdem wurde in enger Abstimmung mit dem Jugendamt sowie in Absprache mit den Vereinen und Verbänden eine Konzeption des KJR erstellt, die Glück dem Gremium kurz vorstellte. Diese Konzeption war nach Angaben des Landratsamts auch Voraussetzung dafür, dem KJR eine Erhöhung eines Zuschusses in Aussicht zu stellen.

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Landrat Siegfried Walch wies darauf hin, dass der KJR durch die nicht besetzte Geschäftsführerstelle Ausgaben sparen und dadurch Rücklagen bilden konnte. Außerdem seien neben dem jährlichen Zuschuss des Jugendamts seit 2005 für den Jugendzeltplatz Schützing 290 000 Euro sowie für die Verlegung der Straße in Schützing 30 000 Euro aus dem Kreishaushalt finanziert worden. Walch schlug drei Varianten vor: Den beantragten Zuschuss von 200 000 Euro zu gewähren (Variante A) oder es bei den 185 000 Euro zu belassen (Variante B). Die Variante C, in den nächsten fünf Jahren den Zuschuss um jeweils 2500 Euro zu erhöhen, wäre in seinen Augen ein Signal für eine gewisse Sicherheit gewesen, sagte Walch. Die drei Varianten wurden aus dem Gremium um eine Variante D erweitert, nämlich für 2015 und 2016 jeweils 7500 Euro mehr zuzuschießen.

Die Vorstände des KJR, Sepp Harbeck und Georg Schmid, wiesen auf die gestiegenen Anforderungen des KJR hin und appellierten an das Gremium, Variante A zu unterstützten. »Mit 200 000 Euro könnten die anstehenden Maßnahmen vernünftig finanziert werden«, sagte Schmid. Die große Mehrheit trug letztendlich den Antrag mit, den Zuschuss um 15 000 auf 200 000 Euro aufzustocken.

Weitere 44 000 Euro wurden dem Caritas-Zentrum Traunstein für die Arbeit einer Suchtpräventionsfachkraft gewährt. Nach Angaben des Landratsamts habe die Suchtprävention im letzten Jahr wieder vielfältige Aktivitäten durchgeführt wie einen Präventionskurs für polizeiauffällige Jugendliche oder einen Rauchfrei-Kurs. Fachlich arbeiten zwei Präventionskräfte der Fachambulanz mit je einer halben Stelle im Rahmen des Präventionsnetzwerks des Landkreises Traunstein, Trapez, eng mit der Kreisjugendpflegerin und dem Gesundheitsamt zusammen. »Wir sind sehr froh über die Arbeit, die hier geleistet wird«, betonte Walch.

Auch das Jugendamt sprach sich in einer Stellungnahme dafür aus, diese sehr erfolgreich aufgebaute Suchtpräventionsstelle auf jeden Fall weiterzuführen. Auf Anfrage nach der Durchschlagskraft des Projekts konnten keine konkreten Aussagen getroffen werden. Die Suchtprävention sei nicht messbar, erklärten Jugendamtsleiter Franz Feil und Caritas-Geschäftsführer Franz Burghartswieser. Es gebe keine Zahlen, ob sich das Suchtverhalten verändert habe, sagte Feil.

Ohne Diskussion abgesegnet wurde, wie bisher dem Staatlichen Schulamt für die Durchführung von Schulsportwettbewerben 1500 Euro zu gewähren. Je 5000 Euro sollen das Diakonische Werk Traunstein für den Täter-Opfer-Ausgleich sowie der Kinderschutzbund Traunstein und das Mütterzentrum Wössner Regenbogen erhalten. 6500 Euro erhält das Katholische Kreisbildungswerk. 7000 Euro gehen an die Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung München für ihre Beratungstätigkeit im Landkreis Traunstein. 20 000 Euro erhält das Familienpflegewerk des Bayerischen Landesverbands des Katholischen Deutschen Frauenbunds für seine Arbeit in den Familienpflegestationen Traunstein und Trostberg. ga