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Kredite sollen weiter getilgt werden

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Reit im Winkl. 10,79 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Reit im Winkl für das Jahr 2013, zumindest geht der Gemeinderat von diesem Volumen aus. Beschlossen wurde dieser Etat nach kurzer Beratung in der jüngsten Sitzung mit der entsprechenden Haushaltssatzung.


Damit sinkt der Gesamthaushalt im Vergleich zum laufenden Jahr um rund 230 000 Euro, 2012 lag die Gesamtsumme noch bei über elf Millionen Euro. Bürgermeister Josef Heigenhauser erläuterte die wesentlichen Eckdaten dieser Finanzplanung. Herbe Kritik äußerten mehrere Gemeinderäte an der Tatsache, dass Reit im Winkl im kommenden Jahr 177 000 Euro mehr an den Landkreis abgeben muss, insgesamt wird bei der Kreisumlage mit einem Betrag von 1,07 Millionen Euro gerechnet. Vorgesehen ist für 2013 eine weitere Tilgung der Kredite von elf Prozent, eine derart hohe Schuldenrückführung hatte die Gemeinde bereits 2011 und im laufenden Jahr erreicht.

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Die wichtigsten Einnahmen des Verwaltungshaushalts, der auf insgesamt 8,71 Millionen Euro taxiert ist, stellte Bürgermeister Josef Heigenhauser den Räten wie folgt dar: Bei der Grundsteuer B werden Einnahmen von 740 000 Euro veranschlagt, bei der Gewerbesteuer 500 000 Euro, als Einkommensteueranteil werden 718 000 Euro erwartet, bei der Schlüsselzuweisung 705 000 Euro. Hohe Einnahmen sollen voraussichtlich aber auch aus dem Fremdenverkehrsbeitrag (600 000 Euro), dem Kurbeitrag (970 000 Euro) und den Gebühren für die Kanalnutzung (485 000 Euro) erzielt werden.

Die Gehälter der gemeindlichen Angestellten stehen bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt wieder an oberster Stelle, im kommenden Jahr sind hierfür 1,82 Millionen Euro eingeplant. 237 000 Euro sollen für laufende Kredite zurückbezahlt werden. Da die Finanzkraft der Gemeinde gestiegen ist, wird auch die Kreisumlage für das Jahr 2013 höher ausfallen und dies, obwohl der Umlagesatz bei 55,0 v. H. wohl konstant bleiben wird. Genau 1,07 Millionen Euro und damit um 177 000 Euro mehr als im Vorjahr wird die Bergkommune an den Landkreis abgeben müssen, was die Räte mit großem Unverständnis quittierten.

»Wir reißen uns zusammen, um Schulden abzubauen, was dem Landkreis scheinbar entgeht, dieser Hebesatz muss gesenkt werden«, forderte der Zweite Bürgermeister Andreas Heigenhauser. Dieser Hebesatz muss vom Kreistag für nächstes Jahr noch bestätigt werden, womit in Reit im Winkl allerdings gerechnet wird. Dieser »drohende Beschluss des Kreistages ist aber angesichts einer Steigerung der Umlagenkraft nicht mehr zu verstehen«, wie dies aus dem in der Sitzung vorgetragenen Schreiben der Verwaltung hervorging. Trotz dieser höheren Belastung wird aber mit einer Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von rund 900 000 Euro gerechnet (Volumen: 2,08 Millionen Euro).

An wesentlichen Investitionen wurden für das bevorstehende Jahr schließlich die Erneuerung von Gemeindestraßen (214 000 Euro) und der Aus- und Anbau einer Kinderkrippe im Kindergarten genannt. Der gesamte Haushalt wurde von den Räten nach kurzer Aussprache einstimmig gebilligt. ost

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