weather-image
18°

Kreativität der Region ist sichtbar geworden

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Diese Mädchen wollten sich mit ihren Basteleien ein wenig ihr Taschengeld aufbessern. (Foto: Eder)

Waging am See – Der Bauern- und Handwerkermarkt in Waging war auch in seiner 20. Auflage genau das, als was er einst ins Leben gerufen worden war: Ein Marktplatz für all jene, die im Bereich von Lebensmitteln, Handwerk oder Dekoration wohlschmeckende und nützliche Dinge herstellen. Und wie immer, konnten sie sich alle nicht über mangelnde Besucherscharen beklagen. Waging war einmal mehr voll von Leuten – mit Zentren am Marktplatz, wo aus Herzenslust gesungen wurde, sowie an der Tourist-Info, wo sich die Region mit vielerlei Leckereien präsentierte.


So herrschte rundum Zufriedenheit bei den Organisatoren. Die Genussmeile mit angeschlossenem Zelt auf dem Platz neben der Tourist-Info erfreute sich den ganzen Tag über großen Zuspruchs, gab es hier schließlich auch so vieles zu probieren, was Erzeuger, Wirte und Cafés feilboten – noch dazu zu einem sehr freundlichen Preis. Und am Schluss war so ziemlich alles weg, »außer dem Bauerhof-Eis«, wie Ideengeberin Eva Gruber, die Tourist-Info-Chefin, am gestrigen Morgen scherzte. Sie hatte die Idee gehabt, für die Waginger Genusswochen, die sie von ihrem Vorgänger Oswald Pehel »geerbt« hatte, statt des von der Allgemeinheit unbemerkten Auftakts hier ein Finale zu kreieren, an dem die ganze Bevölkerung teilhaben konnte.

Anzeige

Auch »Cheforganisator« und Marktmitbegründer Heinrich Thaler sah sich das bunte Treiben mit Vergnügen an und freute sich darüber, dass die Anzahl von Standln aus der Region eher immer noch größer wird. Die Genussmeile mit Teilnehmern der Waginger Genusswochen fand er eine recht gute Idee, die zudem dazu beitrage, das Marktgeschehen und den Fluss der Besucher etwas zu entzerren.

Das Flanieren über den Markt zeigte dem geneigten Betrachter, welche Talente und welche Liebe zum jeweiligen Werk doch in vielen Menschen der Region steckt. Liebevoll gebasteltes Holzdeko wurde da vielfach gezeigt, fleißige Strickerinnen zeigten ihre sorgfältig gefertigten Wollkunstwerke, ganz zu schweigen von all den Marmeladen, Schnäpsen, Milchprodukten und vielem anderen mehr, das in mühsamer Arbeit mit viel Freude und Können produziert worden war.

Aber aufwändige Produktion war nicht immer notwendig. So boten an einem Tisch ein paar Mädchen aus St. Leonhard Bastelsachen an, die sie – teilweise unter Mithilfe ihrer Eltern – angefertigt hatten und mit denen sie sich ihr Taschengeld aufbessern wollten. An einem anderen Stand waren zwei Mädchen eifrig dabei, Pfannkuchen zu backen. Unbedingt zum Markt dazu gehören natürlich etliche Handwerker wie Schmied, Korbflechter, Brettchenweberin, Besenmacher. Und auch bei der Ökomodellregion ließ man sich die Gelegenheit nicht entgehen, die eigenen Produkte zu vermarkten.

Und zu guter Letzt wäre der Markt nicht vollständig ohne die temperamentvollen und humorvollen »Gesangsstunden« von Erich Schusser vom Oberbayerischen Volksmusikarchiv. Sobald er mit seiner Ziach, seinen Leuten und seinen Illustrationen, die die Liedtexte verdeutlichen, auftaucht, ist er von einer ganzen Schar von Leuten umringt, die dann auch immer fleißig mitsingen. Und etwas ganz Besonderes ist dann das Singen von geistlichen Liedern in der Pfarrkirche, dem sich diesmal besonders viele Menschen anschlossen. he