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Krankenhaus-Kiosk wird gerade umgesiedelt

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Der Kiosk im Klinikum Traunstein ist bereits seit Mitte Dezember geschlossen. Um den Patienten bis zur Eröffnung des neuen Kiosks trotzdem die Möglichkeit zu geben, sich mit Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen, wurden gerade die neuen Regale in der Cafeteria aufgestellt. Ab der kommenden Woche gibt es dann dort die wichtigsten Artikel.

Traunstein – »Quizfrage: Was haben der Pilot des Rettungshubschraubers Christoph 14, ein stationärer Patient, ein Besucher, ein Stationsarzt, eine Pflegekraft oder ein Haustechniker des Traunsteiner Klinikums gemeinsam? Sie alle treffen in der größten Klinik des Chiemgaus, im Klinikum Traunstein, auf eine versorgungstechnische Wüstenei! Soll heißen, sie haben keine Chance, in dieser Klinik irgendeinen benötigten Artikel (Zeitschrift, Zahnbürste, Obst etc.) zu erwerben«, schimpft Dieter Lehr in einem Brief an das Traunsteiner Tagblatt. Der Nußdorfer kritisiert, dass der Kiosk im Klinikum Traunstein Mitte Dezember geschlossen worden sei, »ohne dass Vorsorge getroffen wurde (...)«.


»Der Kiosk wird verlagert«, sagt dazu Kliniken-Pressesprecher Ralf Reuter. Der Kioskbetrieb werde gerade in die klinikeigene Cafeteria integriert, sodass sich zu deren Öffnungszeiten Patienten und Angehörige mit den entsprechenden Artikeln versorgen könnten. »Dies gestaltete sich über den Jahreswechsel etwas aufwändiger«, räumte Reuter ein. Die Anlaufphase sollte aber spätestens Anfang Februar abgeschlossen sein, »danach steht alles Notwendige wieder umfassend zur Verfügung.«

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Schon jetzt werde das Angebot in der Cafeteria erhöht. So seien gerade die neuen Regale aufgestellt worden. Ab der kommenden Woche gebe es dann das zusätzliche Angebot in der Cafeteria zu deren Öffnungszeiten. Darüber hinaus gebe es einen weiteren Service auf den Stationen: »Unseren Patienten stehen an allen Standorten Serviceassistenten zur Verfügung, die bei Bedarf Besorgungen für die Patienten übernehmen.«

Weiter beklagt Lehr in seinem Brief besonders am Nachmittag einen Mangel an Pflegepersonal auf den Stationen. Daraus ergebe sich eine Überlastung der diensthabenden Ärzte, Pfleger und Schwestern. Dieser »Mangel an Versorgung« stehe »dem sowohl vom Landrat als auch von der Geschäftsleitung der Klinik immer wieder betonten Qualitätssicherungsgedanken entgegen«. Lehr kritisiert eine »äußerst mangelhafte Patientenorientierung«.

Dazu sagt Reuter: »Derzeit haben wir ein hohes Patientenaufkommen und viele Erkrankte zu versorgen – unsere Auslastung liegt phasenweise bei fast 100 Prozent«. Das sei ausgesprochen viel. »Dementsprechend versuchen wir auch mehr Personal zur Verfügung zu stellen, allerdings sind auch unsere Mitarbeiter teilweise von den laufenden Infektionswellen betroffen. Wir halten trotzdem eine umfassende Versorgung aufrecht.«

Denn die Mitarbeiter arbeiteten unter »maximaler Volllast, sodass der subjektive Eindruck von Pflegepersonalmangel entstehen mag. Das bedauern wir.« Einzelne Kliniken im weiteren Umfeld hätten aber bereits einen Aufnahmestopp veranlasst. »Dies ist in Kliniken unseres Unternehmens nicht der Fall. Es kann natürlich deshalb auch leider zu Wartezeiten für die Patienten kommen.« Trotzdem seien die Mitarbeiter täglich absolut darum bemüht, die Patienten bestmöglich zu versorgen. coho