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Krankenhausdefizit durch verfehlte Politik

Waging am See. Beim Frühschoppen beim Oberwirt in Otting waren diesmal nicht die Olympischen Spiele oder Fußball das Thema, sondern die kommunale Politik. Der amtierende Waginger Bürgermeister Herbert Häusl, der Landratskandidat der Freien Wähler, Andreas Danzer, der Kreistagskandidat und Bürgermeister von Surberg, Josef Wimmer, sowie die Gemeinderatskandidaten der Freien Wähler Waging stellten sich vor.

Gemeinderat Martin Dandl stellte in einem kurzen Rückblick die recht erfolgreiche Arbeit der neun Mitglieder der Freien Wähler im Waginger Gemeinderat dar. Besonders hob er das positive Klima und die produktive Zusammenarbeit aller Räte hervor.

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Der Hauptredner des Frühschoppens war natürlich Herbert Häusl. Nach einem Rückblick ging er auf die kommenden sechs Jahre ein. Es stünden unter anderem Projekte wie der Bau der neuen Turnhalle, die ökologische Sanierung des Sees, der Ausbau der Kläranlage und die Erweiterung der Heizanlage in Tettenhausen im Vordergrund.

Das Hauptaugenmerk von Landratskandidat Andreas Danzer liegt auf der Schaffung eines ausgeglichenen Haushalts im Landkreis. 75 Millionen Euro Schulden würden jährlich rund 2 Millionen Euro Zinsbelastung für den Landkreis bedeuten. Nicht zuletzt eine verfehlte Politik mit den Krankenhäusern und Altenheimen habe zu diesem Defizit geführt, sagte Danzer. Warum zwei rivalisierende Tourismusverbände nicht an einem Strang zum Wohle des Fremdenverkehrs in der Region ziehen, liegt nach Ansicht des Grabenstätters an den Eitelkeiten und persönlichen Differenzen der beiden Landräte aus Traunstein und Rosenheim. Andreas Danzer meinte, dass die Karten nun neu gemischt werden.

Trotz mehrmaliger Aufforderungen gab es keinerlei Wortmeldungen von den Besuchern.

Die Versammlung wurde mit tränenden Augen nahezu aller beschlossen, nachdem Sepp Egger, Unikum des Waginger Gemeinderates, einen (beinahe echten) Schwank aus seinem Leben zum Besten gab.