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Kramperl bahnten sich ihren Weg durch die Ortsmitte

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Der Adventsmarkt mit rund 20 Ständen bot am Wochenende ein vielfältiges Angebot, von Dekorationswaren bis zu Genüssen für Gaumen und Magen. (Fotos: H. Eder)
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Der Krampuslauf der Ruperti-Pass aus Ainring zog am Samstag in Waging wieder Hunderte von Besuchern in seinen Bann. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos.

Waging am See. Wie schön wäre es gewesen, hätte die Winteratmosphäre von Anfang letzter Woche auch noch beim Waginger Adventsmarkt am Ende der Woche geherrscht. So aber mussten sich die Marktbesucher am Samstag leichtes Nieseln über sich ergehen lassen, wurden aber am Sonntag durch einen zeitweise sonnigen Tag entschädigt. Aber auch schon am Samstagnachmittag strömten nach und nach viele Menschen zum Markt in der Ortsmitte, hatten sich doch die Kramperl angekündigt.


Der Markt mit seinen rund 20 Ständen bot ein vielfältiges, auf Winter und Weihnachten zugeschnittenes Angebot und nicht »nur Glühwein und was zum Essen«. So fanden all diejenigen, die noch Dekoration oder ein paar Geschenke für Weihnachten suchten, eine reiche Auswahl vor. Da gab es Metall-, Holz- und sonstige kunstgewerbliche Objekte in großer Zahl. Schafwollprodukte, Schmuck, Stoffartikel in reicher Auswahl, Gestricktes und manch anderes Handwerkliche vervollständigte das Angebot des Waginger Adventsmarkts, bei dem auch der Christbaumverkauf nicht fehlen durfte.

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Bei den Genüssen für Gaumen und Magen stach ein Stand heraus, dessen Inhaber den weiten Weg von München nicht gescheut hatte – der Kontakt war über Karin Wiedemann vom Verein Waging bewegt entstanden. Sie boten neben dem »normalen« Glühwein eine besondere Spezialität an, nämlich »Glühbier«. Dabei handelte sich also um dunkles Bier, angereichert mit Kirschsaft und verfeinert mit allerlei Gewürzen und braunem Zucker. Natürlich gab es beim Adventsmarkt auch Brotzeiten, heiße Maroni, Mandeln und Glühwein bei den Damen der »Skialm« der TSV-Skiabteilung oder Kaffee und Kuchen beim Stand des Jugendtreffs.

Was aber wäre der Waginger Markt, gäbe es da nicht das bunte Rahmenprogramm. Der Höhepunkt dabei ist – von Jahr zu Jahr an den enormen Besuchermengen abzulesen – der »Sturm« der Kramperl der Rupertipass aus Ainring durch die Waginger Ortsmitte. Eng gesäumt von den Besuchern ergab sich auch heuer eine schmale Gasse, durch die zunächst der Nikolaus mit seinen beiden Engeln einmarschierte und Geschenke an die Kinder verteilte. Das alles war aber schnell vergessen, als die Kramperl lärmend durch die Straßen rasten, mit ihren Schellen klapperten und ihre Ruten durch die Luft schwangen.

Von den Kramperln abgesehen, gab es beim Adventsmarkt am Wochenende in Waging noch weitere Unterhaltung. Musik war zu hören – witterungsbedingt eher vom Rand des Geschehens aus, unter einem schützenden Dach. Es spielten am Samstag das Tenglinger Posaunenquartett und am Sonntag eine Bläsergruppe der Waginger Musikkapelle. Gruppen von Kindern waren ganz fasziniert von den spannenden Geschichten, Fabeln und Märchen, die Claudia Ströber vorlas. he

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