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Kraftwerksbau an der Salzach

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Saaldorf-Surheim. Das geplante Wasserkraftwerk an der Salzach war ein Thema beim Besuch von Umweltminister Marcel Huber in Steinbrünning. Er wies darauf hin, dass im Vordergrund die Sohlstabilisierung und der Hochwasserschutz stehen. Die Thoman-Halle war gut gefüllt beim politischen Abend im Rahmen des Herbstfestes von Schützenverein und Musikkapelle.


Die Kommunalpolitiker seiner Partei hätten sich von Huber vermutlich ein deutlicheres Signal zu einem Kraftwerksbau an der Salzach erhofft. CSU-Vorsitzender Markus Wallner, der zudem von einer Radlbrücke nach Österreich träumt, hatte Huber gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass der »Flussdialog« gezeigt habe, welch große Mehrheit für den Bau von Salzach-Kraftwerken sei, selbstverständlich mit Natur-, Hochwasser- und Fischschutz. Die Übergabe des Ergebnis-Konvoluts zum Fluss-Dialog kommentierte Huber gelassen: »Danke, ich kenn’s auswendig.«

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Für Huber steht außer Frage: »Wasserkraft ist nur eine Lösung, wenn alle Faktoren und alle Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden.« Landschaft, Umwelt, Natur und das Schutzgut Mensch müssten abgewogen werden. Allerdings werde man in Bayern nicht ohne grundlastfähigen Strom aus Wasserkraft und Biomasse auskommen, betonte Huber, und stellte die Befürworter wenigsten insoweit zufrieden, in dem er sagte: »Ökologische Wasserkraft ist für mich möglich.«Bloß an der Salzach müsse man sich vorrangig um anderes kümmern, nämlich um die Sohlstabilisierung, die Geschiebesituation und den Hochwasserschutz. Sollten dafür Querbauwerke notwendig werden, dann werde man »überlegen«, ob ein Kraftwerk infrage komme. Ein Gutachten, das fünf Sanierungsvarianten vergleicht, sei derzeit in Arbeit und soll Anfang nächsten Jahres vorliegen.