weather-image
14°

Kraftprotze kippten Traktorreifen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Andreas Höpfner kippt beim »Wheelflip« einen 250 Kilo schweren Traktorreifen. (Foto: Mergenthal)

Anger – Bombenstimmung herrschte bei der Premiere des »Strongman Chiemgau Cups« auf dem Dorfplatz in Anger. Über 1000 Zuschauer feuerten aus Leibeskräften 22 extrem starke Männer mit wahren Muskelpaketen am ganzen Körper an. Jeder der Athleten hatte 250 Kilogramm schwere Reifen, zwei 110 Kilogramm schwere Metallkoffer und einen Lkw mit fast 15 Tonnen zu bezwingen. Den Sieg holte sich souverän Andreas Höpfner aus Rosenheim.


Die Veranstaltung war der zweite »Strongman Deutschland Cup« der Saison 2015. Nach Anger geholt hat ihn Max Steinbrecher aus Stockham, unterstützt von mehreren heimischen Firmen als Sponsoren. Seine guten Kontakte verdankt Steinbrecher seiner Freundschaft mit Heinz Ollesch aus Rosenheim, dem derzeit »stärksten Mann Deutschlands«, der seit 17 Jahren in der Szene kräftig mitmischt. Steinbrecher begleitete den Rosenheimer schon auf viele Wettkämpfe. 12 Mal war Ollesch deutscher Meister und startete wiederholt beim Wettbewerb »World's Strongest Man«. Mindestens genauso legendär wie seine brachialen Titel sind auch die von ihm organisierten Wettkämpfe. Mit diesen macht sich der Chiemgauer seit über 15 Jahren für die Belebung des Strongman-Sports in Deutschland stark. Zum Schiedsrichter-Team gehörte auch der aktuell stärkste Mann der Welt, der Österreicher Martin Wildauer.

Anzeige

Die Kraftprotze maßen sich in fünf Disziplinen, die ebenso schwergewichtig waren wie sie selbst: Sie mussten zwei 110 Kilogramm schwere Metallkoffer 40 Meter weit tragen (»Farmers Walk«), im »Wheelflip« einen 250 Kilogramm schweren Traktorreifen kippen, in der »Vikingpress« Gewichte von 130 Kilogramm so oft wie möglich in die Luft stemmen, beim »Loading« ein 100-Kilogramm-Bierfass und zwei jeweils 110 Kilogramm schwere Sandsäcke auf einen Lastwagen laden und zuletzt beim »Truck Pull« einen fast 15 Tonnen schweren Lkw 20 Meter weit ziehen.

Der Führende, Sven Tomoscheit, versuchte zwar mit aller Kraft, sein »Leader-Shirt« zu verteidigen, musste es am Ende aber doch an Andreas Höpfner abgeben. Höpfner, im letzten Wettkampf Zweiter, hatte sich fest vorgenommen, in Anger zu gewinnen und war mit zwei Disziplinsiegen (»Wheelflip« und »Vikingpress«) nicht zu bremsen. So reichte ihm am Ende ein fünfter Platz im Lkw-Ziehen für den Tagessieg und damit für die Übernahme des gelben Shirts.

Auf den zweiten Platz kämpfte sich der stark verbesserte Reinhard Maier. Den schon fast greifbaren Gesamtsieg hat er allerdings im »Farmer's Walk« verspielt. Patrick Klein, der das »Leader-Shirt 2014« erkämpft hatte, konnte sich mit einem Sieg im »Farmer's Walk« und einer konstanten Leistung in den anderen Disziplinen den dritten Platz in der Gesamtwertung und den ersten Platz bis 105 Kilogramm sichern. vm