weather-image
-2°

Kosten für Kirchplatz Tettenhausen unter der Lupe

0.0
0.0

Waging am See. Der Marktgemeinderat hat den Jahresabschluss für 2011 einstimmig verabschiedet. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Johann Obermayer, berichtete in der Sitzung am Donnerstag über die sehr umfangreiche Rechnungsprüfung. Neben den alljährlichen Routineprüfungen der laufenden Rechnungen wurde die »Neugestaltung des Kirchplatzes in Tettenhausen« intensiver geprüft.


Beanstandet wurde dabei, dass die Kosten der Zufahrtsstraße nicht in den Projektkosten enthalten sind, sondern dem Straßenleichtausbau zugeordnet wurden. Außerdem wurde moniert, dass im Rahmen einer sparsamen Haushaltsführung die üblichen fünf Prozent für Kunst am Bau nicht überschritten werden sollten. Der im Rahmen der Neugestaltung des Kirchplatzes errichtete Brunnen, der 40 000 Euro gekostet hat, liege deutlich über diesem Richtwert.

Anzeige

Kämmerer Bernhard Kraus entkräftete die Beanstandungen. Die vom Marktgemeinderat ursprünglich gesetzte Kostenobergrenze von 350 000 Euro habe man mit der tatsächlichen Baukostensumme von 348 395 Euro eingehalten. Darin seien auch die Kosten für die Zufahrtsstraße enthalten. Die Errichtung des Brunnens hatte der Bau-, Werk- und Umweltausschuss explizit beschlossen. Diesem Beschluss lag eine Kostenschätzung des Planungsbüros Mühlbacher und Hilse über mit 30 000 Euro zugrunde. Tatsächlich gekostet habe der Brunnen laut Kämmerer aber 34 000 Euro, »was noch vertretbar sein dürfte«, wie er sagte.

Die vom Prüfungsausschuss festgestellte Baukostensumme in Höhe von 40 000 Euro beinhalte Kosten für den Elektroanschluss von 10 000 Euro. Dabei handelt es sich jedoch um die Kosten für den Anschluss des gesamten Kirchplatzes und nicht nur des Brunnens. Festgestellt wurde weiter, dass in der Mittagsbetreuung zwei Kinder aus der Gemeinde Wonneberg auf Bitte des Jugendamtes betreut werden. Hier wäre rechnerisch eine höhere Gebühr fällig als für die Kinder aus der Gemeinde. Auch hier war man mit dem Vorschlag des Kämmerers einverstanden, wegen der Geringfügigkeit auf die Kalkulation einer gesonderten Gebühr zu verzichten.

Der Kämmerer informierte auf die Anregung des Ausschusses hin noch über das Angebot der Ganztagsschule. Der Ausschuss hatte darauf hingewiesen, dass aus den vorliegenden Honorarabrechnungen der Ganztagsschule lediglich die Zahl der Unterrichtseinheiten ersichtlich sei und hierzu ein gewisses Informationsbedürfnis des Gemeinderates bezüglich der Fächer und der erbrachten Arbeitsleistungen bestehe. Diese Informationen wurden den Ratsmitgliedern in der Sitzung gegeben.

Der Marktgemeinderat fasste einstimmig die Feststellungsbeschlüsse für die Jahresrechnungen 2011 der Marktgemeinde, der Gemeindewerke und des Seniorenheims. Auch die Entlastungsbeschlüsse für den Bürgermeister, die Werkleitung der Gemeindewerke und die Heimleitung des Seniorenheims fielen ohne Gegenstimme aus. fr

- Anzeige -