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Korbiniansmedaille für Alois Glück

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Alois Glück wird mit der Korbiniansmedaille geehrt.

Der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück, von 2009 bis 2013 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, wird am morgigen Samstag vom Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, mit der Korbiniansmedaille geehrt. Die Verleihung findet im Rahmen der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising statt.


Monsignore Klaus Peter Franzl, Bischöflicher Beauftragter für den Diözesanrat, würdigt Glück in der Laudatio für sein »weit überdurchschnittliches und inspirierendes Engagement«. Sein Glaube sei für den überzeugten Katholiken die »Basis jeglichen Engagements«. Glück habe auf seinem Lebens- und Berufsweg stets eine »dialogorientierte Haltung und den Wunsch, anderen auf Augenhöhe zu begegnen, sie dabei ernstzunehmen und mitzunehmen«, praktiziert, so Franzl. In seiner politischen Arbeit habe er »ein besonderes Augenmerk auf die Bedeutung der katholischen Soziallehre« gelegt.

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Der heute 77 Jahre alte Alois Glück übernahm, da sein Vater im Zweiten Weltkrieg gefallen war, bereits mit 17 Jahren die Leitung des elterlichen Hofs in Hörzing. Ab 1958 war er als Dekanatsführer, Kreisobmann und Diözesanobmann in verschiedenen, ehrenamtlichen Leitungsfunktionen bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) tätig, von 1964 bis 1971 war er Landessekretär des Jugendverbands auf Bayernebene.

Im Alter von 30 Jahren wurde Glück 1970 für die CSU in den bayerischen Landtag gewählt. Zunächst widmete er sich schwerpunktmäßig der Sozialpolitik, insbesondere der Behindertenhilfe, später auch der Umweltpolitik. Von 1988 bis 2003 war Glück Vorsitzender der CSU-Fraktion im Landtag, von 2003 bis 2007 Landtagspräsident. In seiner politischen wie publizistischen Arbeit setzte er sich für eine nachhaltige Entwicklung ein, beispielsweise arbeitete er im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung mit.

Seit 1983 gehörte Glück dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an, auch im Landeskomitee der Katholiken in Bayern und im Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising arbeitete er lange Jahre mit. Von 2009 bis 2015 war er Präsident des Zentralkomitees. Den Ökumenischen Kirchentag in München im Jahr 2010 gestaltete er als Präsident maßgeblich mit.

Die Korbiniansmedaille wird vom Erzbischof von München und Freising für besonderen ehrenamtlichen Einsatz in der Erzdiözese München und Freising vergeben. Sie ist benannt nach dem heiligen Korbinian, Patron des Erzbistums und ersten Bischof des Vorgängerbistums Freising, der im achten Jahrhundert als Wanderbischof den christlichen Glauben in Altbayern verkündete. gob