weather-image
24°

Konzept für »Haus der Geschichte«

0.0
0.0

Traunreut – Im Heimathaus Traunreut wurden vergangenes Jahr 13 192 Besucher bei den verschiedensten Veranstaltungen gezählt. Gerhard Wonner, Vorsitzender des Vereins Heimathaus, hielt bei der Jahreshauptversammlung einen Rückblick und wies auf die kommenden Termine hin. Auch das Thema »Haus der Geschichte« oder Stadtmuseum beschäftigt den Verein nach wie vor. Als nächster Schritt wird nun ein Konzept entwickelt, wie so ein Museum aussehen sollte.


»Stehen mit Rat und Tat zur Seite«

Anzeige

Stefanie Steiner ist im Auftrag des Heimathauses weiterhin damit beschäftigt, den Bestand im Haus zu archivieren. 2016 soll diese Arbeit abgeschlossen sein. »Dann brauchen wir ein professionelles Konzept für ein Museum«, erläuterte Gerhard Wonner. »Wir maßen uns nicht an, das selber zu erarbeiten, stehen dabei aber mit Rat und Tat zur Seite.« Eine kompetente Kollegin von Stefanie Steiner wird zusammen mit ihr in diesem Konzept alle Voraussetzungen für ein künftiges Museum zusammenstellen.

Laut Bürgermeister Klaus Ritter soll dies die Basis sein, mit der dann weiter geplant werden kann. Über die Frage eines möglichen Standortes wollte das Stadtoberhaupt in der Versammlung nichts sagen, eine Entscheidung könnte eventuell im Herbst im Stadtrat fallen. »Wir sollten zunächst mit einem kleineren Museum starten, das dann wachsen kann«, so seine Meinung. Laut einer Empfehlung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, die Gerhard Wonner vorlas, wird eine Größe von 700 Quadratmetern empfohlen, um eine vernünftige Präsentation zu ermöglichen.

Im Rückblick führte der Vorsitzende zahlreiche Veranstaltungen des vergangenen Jahres auf, die Besucher ins Heimathaus lockten. Ein »Hit« sei der Vortrag von Hans Schupfner über eine seiner Reisen gewesen, den gut 100 Interessierte hörten, und Rekordbesuch konnte auch das jährliche Munisier-Treffen wieder vermelden. 137 Einzelveranstaltungen anderer Anbieter und 173 periodische Termine fielen 2014 an.

Mehr Besucher im Heimathaus als im k1

Galina Kopp bearbeitete 559 Beratungsfälle. Ihre Arbeit soll eingeschränkt weiterlaufen. Auf lange Sicht ist jedoch geplant, die Beratung für Migranten komplett an das Mehrgenerationenhaus zu übergeben. Neben den Landsmannschaften und regelmäßigen Gruppen im Heimathaus nutzen neu nun auch rumänisch-orthodoxe Frauen die Räumlichkeiten für ihre Treffen. Gerhard Wonner rechnete vor, dass bei mehr als 13 000 Besuchern pro Jahr die Summe von rund 70 000 auf fünf Jahre zusammenkomme und betonte: »Das k1 hatte in fünf Jahren 34 000 Besucher, das ist die Hälfte davon.«

Wie wichtig es sei, das Heimathaus als Veranstaltungsort und Treffpunkt zu erhalten, sei auch dem Bürgermeister klar, weshalb die Stadt auch weiterhin die Einrichtung unterstütze. Laut Kassenbericht von Konrad Reiter erwirtschaftete der Verein 2014 ein Plus in Höhe von 1168 Euro. In den Einnahmen von 19 677 Euro steckt ein großer Zuschuss der Stadt Traunreut.

Auch heuer sind wieder einige Termine geplant. Einen Vortrag mit Bilderschau von Jo Bentfeld gibt es am 15. Mai. Der Mann lebt seit drei Jahrzehnten in Kanadas Wildnis und hat viel zu erzählen. Einen Film über die Banater Schwaben gibt es am 20. Mai und einen Vortrag über die Landesausstellung »Napoleon und Bayern« in Ingolstadt hält Volker Bräu vom Haus der Bayerischen Geschichte am 9. Juni. Dieser Vortrag ist auch eine Einführung auf den Ausflug des Vereins Heimathaus in Zusammenarbeit mit dem Verein Freunde der Burg Stein am 20. Juni zur Landesausstellung. Anmeldungen zu diesem Ganztagesausflug sind im Heimathaus möglich. mix