Kontrollgruppe Schwerverkehr der VPI Traunstein stellt mehrere Verstöße fest

Polizei
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Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Am Montag, den 22. November, führte die Kontrollgruppe Schwerverkehr der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein vormittags eine stationäre Kontrolle auf der Bundesstraße 20 bei Fridolfing und nachmittags auf der Bundesstraße 304 bei Altenmarkt an der Alz durch.


An der Kontrollstelle bei Fridolfing wurden insgesamt vier Sattelzüge, davon drei aus Slowenien und einer aus Deutschland, mit ihren Fahrern wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße zur Anzeige gebracht.

Spitzenreiter in Sachen Geschwindigkeit war hierbei ein 34-jähriger Berufskraftfahrer aus Bosnien. Der Bosnier, der für eine slowenische Spedition fuhr, war 30 km/h zu schnell unterwegs.

Spitzenreiter in Sachen Geldbuße war ein 43-jähriger Berufskraftfahrer aus Serbien. Der Serbe, der ebenfalls für eine slowenische Firma tätig und erschwerend mit einem Gefahrguttransport unterwegs war, musste für seine Geschwindigkeitsübertretung an Ort und Stelle ein Geldbuße in Höhe von 280 Euro hinterlegen.

Des Weiteren wurde an der Kontrollstelle bei Fridolfing noch ein vierter slowenischer Sattelzug mit seinem bosnischen Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Der 24-jährige Fahrer hatte sich so nichts zu Schulden kommen lassen. Allerdings nahm es seine Spedition mit der Archivierung der Daten des digitalen Kontrollgeräts nicht allzu genau. Das Fuhrunternehmen wurde wegen Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz zur Anzeige gebracht.

Die Kontrollstelle auf der Bundesstraße 304 bei Altenmarkt an der Alz verlief ebenfalls erfolgreich

Hier wurde unter anderem ein 63-jähriger Berufskraftfahrer aus Serbien mit seinem Sattelzug angehalten. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Auflieger weder zugelassen, noch versichert war. Ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz wurde gegen den Serben und gegen den Verantwortlichen der österreichischen Spedition eingeleitet. Die Weiterfahrt mit dem Auflieger wurde untersagt. Der besagte Auflieger wies zudem technische Mängel auf. Die Bereifung war in desolatem Zustand. Es war in Teilen kaum noch Restprofil vorhanden. Und auch der serbische Fahrer wurde wegen weiterer Delikte zur Anzeige gebracht. Die Auswertung des digitalen Kontrollgerätes seiner Sattelzugmaschine Scania förderte mehrere Geschwindigkeitsverstöße und mehrere Überschreitungen der zulässigen Lenkzeiten ans Tageslicht.

Ein selbstfahrender Unternehmer aus Österreich, der mit einem Lkw Renault auf der Bundesstraße 304 unterwegs war, wurde wegen Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz zur Anzeige gebracht. Der 59-jährige Mann war zu nachlässig in Bezug auf die korrekte Bedienung seines digitalen Kontrollgeräts. Er durfte am Kontrollort eine Sicherheitsleistung für das damit verbundene Bußgeldverfahren hinterlegen.

Abgerundet wurde das Ganze mit der Kontrolle eines slowenischen Sattelzugs, der von einem 47-jährigen Berufskraftfahrer aus Bosnien bewegt worden war. Der Bosnier wird seit geraumer Zeit von einer deutschen Staatsanwaltschaft wegen einigen Diebstahlsdelikten gesucht. Er musste am Kontrollort eine Zustellungsvollmacht hinterlegen. Zudem konnten dem Bosnier mehrere Geschwindigkeitsübertretungen mit seinem Sattelzug nachgewiesen werden. Er durfte weiterhin noch ein Bußgeld im hohen dreistelligen Bereich hinterlegen. Und auch gegen die slowenische Spedition wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz eingeleitet. Die letzte vorgeschriebene Kalibrierung oder auch Eichung des digitalen Kontrollgeräts in der Sattelzugmaschine DAF lag mehr als zwei Jahre zurück.

fb/red

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