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Konrad Schupfner übernimmt BRK-Kreisvorsitz

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Sie lenken die Geschicke des BRK-Kreisverbandes Traunstein in den nächsten vier Jahren: Kreisvorsitzender Konrad Schupfner (links unten), 2. Stellvertretender Vorsitzender Hans-Michael Weisky, 1. Stellvertretender Vorsitzender Manfred Kösterke und Schatzmeister Josef Schallinger (dahinter). Rechts vorne der ehemalige Kreisvorsitzende Werner Linhardt, dahinter Fritz Stahl (Vorsitzender des Haushaltsausschusses) und Stellvertretender Schatzmeister Stefan Nieß.

Mit großer Mehrheit wurde Bürgermeister Konrad Schupfner aus Tittmoning zum neuen Kreisvorsitzenden des Traunsteiner Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Werner Linhardt an, der nach acht Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidierte. Im Mittelpunkt des Geschäftsberichtes standen wichtige Entscheidungen des Vorstandes, wie die Renovierung des BRK-Hauses in Reit im Winkl, die geplante Rot-Kreuz-Unterkunft in Schnaitsee sowie der Altlastenfonds zur Sanierung der BRK-Landesgeschäftsstelle.


Sanierung der Altlasten kostet 30 000 Euro jährlich

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Fast 30 000 Euro jährlich muss der Traunsteiner Rot-Kreuz-Kreisverband bis 2018 zur Sanierung der Altlasten an die BRK-Landesgeschäftsstelle zahlen – zusätzlich zur jährlichen Abführung von 96 000 Euro. »Unser Haushalt würde ohne diese Belastung wesentlich besser aussehen«, so der scheidende Kreisvorsitzende Linhardt, »aber wir schaffen es.«

Linhardt erinnerte in seinem Rückblick, dass mit großem Engagement vieler ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter bis 2010 die Unterkunft in Reit im Winkl renoviert wurde, die 2008 vom Rot-Kreuz-Kreisverband erworben worden ist. Ähnliches steht jetzt in Schnaitsee an, allerdings ist hier ein Neubau für Bereitschaft, Wasserwacht und Jugendgruppe geplant. 2009 wurde die Demmelkaser Berghütte an den Rot-Kreuz-Kreisverband Freising verkauft. Dessen Erlös floss in die Renovierung der Reit im Winkler Unterkunft. Eine weitere Entscheidung des Vorstandes war nach Linhardts Worten Ende 2010 die Aufgabe des Radiometrischen Labors in Traunreut. »Da dies mit einem erheblichen Kostenfaktor verbunden gewesen ist«, so Linhardt, »war es für uns ein Klotz am Bein.« Eingeführt und zertifiziert wurde dagegen ein Qualitäts-Management-System für den Rettungsdienst und die wichtigsten Bereiche innerhalb der Geschäftsstelle.

Zudem beschloss der BRK-Vorstand 2010 Regelungen für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen und zum Schutz dieser. »Glücklicherweise hatten wir bisher keinen konkreten Anlass für diese Gewaltprävention.« Die jüngsten Beschlüsse betrafen zwei neue soziale Angebote: Die Einführung des BRK-Frische-Mobils, also heißes Essen auf Rädern im Achental, und Betreutes Wohnen zu Hause. In der Zukunft stehen voraussichtlich die Umsiedelung der Rot-Kreuz-Unterkunft in Traunreut an sowie der Umbau des BRK-Hauses in Grassau.

Mitgliederzahl ist leicht rückläufig

Insgesamt, so die Bilanz von Linhardt, ist die Zahl der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Mitglieder in den letzten Jahren leicht zurück gegangen, wie auch die ehrenamtlichen Einsatzstunden. Erfreulich sei dagegen der Anstieg bei den Ausbildungen und das hohe Niveau bei den Blutspenden. »Die größten Steigerungen verzeichnete der Rettungsdienst: Hier erhöhten sich die Einsätze um 16 Prozent.«

Nach dem Bericht von Schatzmeister Josef Schallinger hat sich in den letzten vier Jahren die Bilanzsumme des BRK-Kreisverbandes Traunstein von 4,9 Millionen auf 5,3 Millionen Euro erhöht. Grund hierfür ist vor allem der Posten »Grundstücke und Gebäude«. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von 1,6 Millionen auf 1,3 Millionen Euro vermindert, hauptsächlich durch Regel- und Sondertilgungen für die aufgenommenen Darlehen, vor allem für den Neubau des BRK-Zentrums und für die Photovoltaikanlage in Traunstein. Laut Schallinger ist der BRK-Kreisverband Traunstein finanziell solide aufgestellt, allerdings bestehe kein Anlass zur Euphorie.

Sowohl Kontinuität wie auch Veränderungen zeigte die Wahl des neuen Vorstandes für die kommenden vier Jahre: Dem neuen Kreisvorsitzenden Konrad Schupfner stehen als Erster Stellvertreter künftig Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke und als Zweiter Stellvertreter wie bisher Hans-Michael Weisky aus Trostberg zur Seite. Dr. Willi Schaffler bleibt weiterhin Chefarzt, wie auch Dr. Ullrich Rehme sein Stellvertreter. Während Josef Schallinger als Schatzmeister wiedergewählt wurde, zieht Stefan Nieß aus Übersee neu in den Vorstand als Stellvertretender Schatzmeister ein. Bestätigt in ihren Ämtern wurden auch Dr. Jens Steinigen als Justitiar und Traunsteins Altoberbürgermeister Fritz Stahl als Vorsitzender des Haushaltsausschusses. cs