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Konrad Kronast zum Monsignore ernannt

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Wurde zusammen mit drei anderen Pfarrern zum Päpstlichen Kaplan mit dem Ehrentitel Monsignore ernannt: der frühere Überseer Pfarrer und Dekan Konrad Kronast. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Der langjährige Überseer Pfarrer Konrad Kronast ist als einer von vier Pfarrern der Erzdiözese München und Freising zum Päpstlichen Kaplan mit dem Ehrentitel Monsignore ernannt worden. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, überreichte ihm seine Ernennungsurkunde von Papst Franziskus am Mittwoch in seinem Münchner Amtssitz.


Nach seiner Ernennung zum Pfarrer der Pfarrei St. Nikolaus in Übersee 1998 wurde Pfarrer Konrad Kronast (77) 2004 zum Dekan des flächenmäßig größten diözesanen Dekanats Traunstein gewählt. Er übernahm während seiner Amtsperiode auch zahlreiche temporär begrenzte Administrationen von Pfarreien und Pfarrverbänden in seinem Dekanat.

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»Diese Charaktereigenschaft der ständigen Einsatzbereitschaft und Hilfsbereitschaft zeichnet ihn in hohem Maße bis auf den heutigen Tag aus«, würdigte Kardinal Marx Pfarrer Kronast. Trotz seines Ruhestands ist Kronast nach wie vor im Auftrag der Erzdiözese als Spiritual bei den Schwestern der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee tätig und hilft in der Seelsorge im Pfarrverband Prien mit.

Zu den Leistungen Kronasts zählt auch sein jahrelanger Dienst als einer der ersten Gemeindeberater in der Erzdiözese, mit dem er das Ansehen, das die Gemeindeberatung in der Erzdiözese genießt, entscheidend prägte. Kronast, am 28. Juli 1937 in Amerang geboren, empfing 1965 die Priesterweihe in Freising. Als Landjugendpfarrer setzte er wichtige Akzente in der Jugendpastoral, von 1981 bis 1986 übernahm er die Aufgabe des Mentors sowie des Präfekten des Pastoralkurses.

»Ruhige, gewissenhafte und zuverlässige Art«

»Durch seine ruhige, gewissenhafte und zuverlässige Art der spirituellen Begleitung hat er zahlreichen Männern und Frauen mit großem Erfolg zur seelsorgerlichen Laufbahn verholfen«, so Marx. Von 1986 bis 1998 leitete Kronast die Stiftspfarrei Laufen an der Salzach mit dem dazugehörigen Pfarrverband. In dieser Zeit bereitete er zudem als Leiter des Pastoralteams für die Pfarrverbände in der Seelsorgeregion Süd der Erzdiözese die Gründung, Erweiterung und Konsolidierung mehrerer Pfarrverbände in dieser Region vor.

Erst wenige Tage zuvor hatte Kronast in seiner Heimatgemeinde Amerang sein 50. Priesterjubiläum gefeiert. Dabei hatte ihn Festprediger Prälat Peter Neuhauser als »Sohn der Gemeinde und bis heute strammen Verteidiger des Konzils« gewürdigt. Besonders aber wurde dabei sein Einsatz als Beauftragter der Erzdiözese für die KLJB und für das Landvolk anerkannt. Als Pfarrer von Rechtmehring habe er die Sternwallfahrt zum Kirchlein von Maria Hochhaus ins Leben gerufen, die weit über die Grenzen hinaus bekannt sei, sagte etwa die Ameranger Pfarrverbandsvorsitzende Rosmarie Stübl.

Pfarrer Georg Kronast bedankte sich, dass er sein 50 jähriges Priesterjubiläum in diesem schönen Rahmen mitfeiern durfte. An gleicher Stelle – damals war es noch ein Obstanger – habe er vor 50 Jahren seine Heimatprimiz gefeiert und nach wie vor sei er seinem Heimatort fest verbunden. Josef Reindl und Festprediger Peter Neuhauser seien lange Weggefährten. Reindl habe ihm schon in seiner Kaplanzeit in Edling mit seiner Bereitschaft, den Religionsunterricht an der Landwirtschaftsschule in Wasserburg zu übernehmen, viel Arbeit abgenommen.

Mit Peter Neuhauser sei er am Tag vor seiner Primiz mit dem Auto zusammengestoßen. Das Auto sei zwar kaputt gewesen, der lebenslangen Freundschaft habe es jedoch keinen Abbruch getan. Mit Neuhauser habe er bis heute einen Mitstreiter, Änderungen des zweiten Vatikanischen Konzils umzusetzen. Es sei gut, dass die Liturgie nicht mehr lateinisch sei – »auch wenn manche das bedauern«. fb/ac