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Konrad Baueregger möchte in den Bundestag

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Konrad Baueregger (links) wurde bei der Aufstellungsversammlung des Bayernpartei-Kreisverbandes in der TuS-Sportplatzgaststätte in Traunreut als Direktkandidat für die Bundestagswahl im Herbst 2017 nominiert. Kreisvorsitzende Alfons Baumgartner gratulierte ihm zur Wahl. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Bayernpartei schickt Konrad Baueregger aus Palling als Direktkandidat des Wahlkreises Traunstein-Berchtesgadener Land bei den Bundestagswahlen 2017 ins Rennen. In einer Aufstellungsversammlung des Kreisverbandes in der Sportplatzgaststätte Traunreut wurde der 59-Jährige nominiert. Baueregger ist Vorstand bei der Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter und engagiert sich seit vielen Jahren in der Segelfluggruppe Alt-Neuötting.


Baueregger ist vor fünf Jahren in die Bayernpartei eingetreten. »Für mich ist die Bayernpartei die einzig glaubhafte Partei«, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. Um Präsenz zu zeigen, müsse die Bayernpartei noch deutlicher herausstellen, für was sie stehe, forderte Baueregger. Mit Nachdruck unterstützt er das Hauptziel der Bayernpartei, nämlich mehr Eigenständigkeit für Bayern. Deutschland ganz hinter sich zu lassen und als unabhängige Republik zu regieren, dafür steht er nicht ein. »Wir brauchen aber wesentlich mehr Selbstständigkeit.« Die Bayernpartei habe mit ihrer Forderung in der Parteienlandschaft ein Alleinstellungsmerkmal, das in seinen Augen viele Probleme lösen könnte. Als Banker liege ihm vor allem der Erhalt der regionalen Bankenlandschaft am Herzen. »Die Null-Zins-Politik kann sich keine Bank mehr leisten.« Für die Kreditkunden mag dies von Vorteil sein, aber für die Sparer sei es ein Damoklesschwert, so Baueregger. Still und leise werde auch das Bargeld abgeschafft: »Was ist los, wenn jeder Kunde 100 Prozent gläsern wird?«

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Klar Stellung bezog Baueregger auch zum Thema Asyl. »Wir könnten uns viel Asyl leisten, wenn wir es so halten würden, wie es im Grundgesetz steht.« Nicht aber, wenn Asylgesetze außer Kraft gesetzt würden. Man müsse dabei das Recht der wirklich Verfolgten heranziehen, diese unterstützen und vor allem die Flucht-Ursachen in den Herkunftsländern bekämpfen, forderte er. Durch mehr Eigenständigkeit könnte seiner Meinung nach in Bayern auch wieder ein eigener Grenzschutz eingeführt werden. Es sei ein großer Fehler gewesen, den Grenzschutz abzuschaffen. Inständig warnte er auch vor den Freihandelsabkommen TTIP und CETA. »TTIP ist genauso gefährlich wie CETA. Wir haben dann ein US-Geschäftsmodell, das unser demokratisches System abschafft«, so Baueregger.

Konrad Baueregger ist in Palling geboren und dort aufgewachsen. Nach einer Lehre zum Bankkaufmann in der Volksbank Siegsdorf absolvierte er ein Betriebswirtschaftsstudium. Drei Jahre arbeitete er dann im heutigen Genossenschaftsverband und später in den Raiffeisenbankfilialen Petting und Schnaitsee. Seit zehn Jahren arbeitet er in der Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut und ist dort einer von zwei Vorständen. Ob es ihm gelingt, nach einer erfolgreichen beruflichen Karriere jetzt politisch durchzustarten, wird sich zeigen. Die Parteigenossen stehen jedenfalls hinter ihm: Er wurde einstimmig zum Direktkandidaten gewählt.

»Flagge zeigen und in Berlin die echte Bayerische Stimme durchsetzen«, lautete das Plädoyer des Bayernpartei-Kreisvorsitzenden Alfons Baumgartner. Über die Erfolgsaussichten der Bayernpartei, die wie die CSU bei der Bundestagswahl nur in Bayern antritt, äußerte er sich aber eher nüchtern. »Realistisch gesehen, werden wir wohl keine Aussicht auf Erfolg haben.« Drei Prozent könnten aber schon drin sein. »Wir werden aber unser zentrales Anliegen, die bayerische Identität zu bewahren, mit Ernsthaftigkeit und Herzblut vertreten.« Aufmerksamkeit und Präsenz zu zeigen, habe jetzt Priorität«, sagte Baumgartner. Das heißt: »Unsere Ziele und Anliegen der breiten Öffentlichkeit und unseren Wählern klar darzustellen. ga