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Kommunikation mit den Bürgern im Fokus

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Bürgermeister Thomas Gasser (von links) bei seiner Jahresschlussansprache im Marktgemeinderat Teisendorf. Mit auf dem Bild sind Hauptamtsleiter Johann Thanbichler und Bauamtsleiter Theo Steinbacher. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Als künftige wichtige Aufgabe stellte Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser in seiner Jahresschlussansprache die Vermittlung der Entscheidungen des Marktgemeinderats an die Bevölkerung und auch die Kommunikation im Vorfeld der Beschlüsse heraus. »Nur dann werden wir erfolgreich sein.« Als positives Beispiel führte er das Thema Waldkindergarten an. »Hier sind eindeutig die Informationen gesammelt und bewertet worden und dann nach gegebener Sachlage die Entscheidungen getroffen worden.«


Mit einem Blick auf die »Großwetterlage« begann Gasser seinen Rückblick. Vieles habe sich in diesem Jahr anders entwickelt als erwartet, beispielsweise der Austritt Großbritanniens aus der EU oder der Wahlsieg von Donald Trump in den USA. Ausgehend vom Wort des Jahres, »postfaktisch«, beleuchtete er kritisch ein Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort passe etwa zur Asylthematik, wo viel mit Gefühlen, Meinungen und Meinungsmache operiert werde, jedoch nicht zu Entscheidungsfindungen in der Gemeinde wie heuer beim Waldkindergarten.

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Zum Jahreswechsel werde das Jahr 2016 nicht einfach abgehakt. Einige Aufgaben seien zu Ende gebracht worden wie der Flächennutzungsplan, viele Themen würden den Markt Teisendorf aber auch im neuen Jahr begleiten. Wie das Thema Asyl, das nach Gassers Ansicht auch 2017 eine große Herausforderung darstellen wird. »Aber gemeinsam mit den vielen Helferinnen und Helfern und jedem, der seine Hilfe anbietet, werden wir diese Aufgabenstellung auch erfüllen, auf gute und gastfreundliche Art und Weise.«

Ein Kompliment zollte der Vorsitzende des Gemeinderats allen Ratskollegen: »Das sachliche, konstruktive, offene Miteinander und nicht das Durchsetzen von Meinungen haben unsere Diskussionen und Entscheidungen geprägt.« Sein Dank galt auch seinen beiden Stellvertretern Norbert Schader und Gernot Daxer, allen Mitarbeitern in Verwaltung, Kindergarten, Klärwerk und Bauhof sowie allen engagierten Mitbürgern. In sozialen, kirchlichen, sportlichen und gesellschaftspolitischen Organisationen würden diese vermitteln, was das Besondere im menschlichen Miteinander sei: Geborgenheit, Anerkennung und Wertevermittlung. Dabei müssten auch Spaß und Gaudi einen festen Platz haben.

Vielfältige Aktivitäten und Jubiläen wie die Festwoche im September hätten ein positives Bild von Teisendorf in die Region gesandt. Die Veranstaltungen der Pfarrgemeinden, Vereine, Schulen und anderer Organisationen würden in den einzelnen Ortsteilen wesentlich zu einem lebendigen Miteinander beitragen.

Trotz hoher Investitionen habe die Gemeinde keine neuen Kredite aufnehmen müssen. Der anvisierte Schuldenstand zum Jahresende mit 5,7 Millionen Euro werde erreicht. »Wir können nur handeln, wenn die Einkommensseite stimmt«, betonte der Bürgermeister und würdigte daher auch den unternehmerischen Einsatz aller Selbstständigen aus Landwirtschaft, Handel, Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe.

Bei den Prognosen für das Jahr 2017 war Gasser zurückhaltend: Er könne nicht versprechen, dass es einfacher als das Jahr 2016 zu bewältigen sein wird. Doch wenn die Aufgaben gemeinsam angepackt und in gegenseitigem Respekt abgearbeitet würden, könne es wieder ein erfolgreiches Jahr werden.

Lob für Bürgermeister Thomas Gasser

Zweiter Bürgermeister Norbert Schader würdigte im Namen des Gemeinderats den »enorm hohen Zeitaufwand« des Bürgermeisters und der Verwaltung, um die umfangreichen Themen »gewissenhaft und verständlich vorzubereiten«. Bei den großen Festen 2016 sei Gasser »stets präsent und für die Bevölkerung da« gewesen. Schader dankte auch allen Bediensteten der Gemeinde. »Der Flächennutzungsplan ist so gut wie abgeschlossen. Der Turnhallenbau in Teisendorf ist voll im Soll und die Weichen für die neuen Gewerbegebiete sind gestellt. Die Planung und Umsetzung der Ortsdurchfahrt in Oberteisendorf sieht vielversprechend aus«, zog Schader eine positive Bilanz. vm