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»Kommunalpolitik gestalten«

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Marquartstein. Für die Kommunalwahl stellte die neu gegründete Gruppierung »Bürger für Marquartstein« ihre Liste von elf Kandidaten im Gasthof Prinzregent auf. Nach der CSU und Bündnis 90/Die Grünen mit vielen parteilosen Kandidaten ist dies die dritte Liste in Marquartstein, auf der sich Frauen und Männer am 16. März zur Wahl stellen. Die Liste setzt sich teilweise aus der inzwischen aufgelösten »Überparteilichen Wählergemeinschaft Marquartstein-Piesenhausen« zusammen (wir berichteten), zum großen Teil aber aus Bürgern, die sich bisher noch nicht für den Gemeinderat aufstellen ließen. Sprecher sind Klaus Hell und Thomas Halder.


Halder erklärte, den Wählern solle durch die neue Liste eine unabhängige Alternative zu den parteinahen Listen geboten werden. Mit »mehr Information und Transparenz auf allen Ebenen« und einem offenen Dialog mit den Bürgern solle die Gemeindepolitik künftig »möglichst nahe an den Menschen« gestaltet werden. Klaus Hell ergänzte, klare Zielvorstellungen seien die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Arbeiten: »Nur wer sein Ziel kennt, wird den Weg dorthin finden«. Hell meinte, das kreative Potenzial der Gemeinde und ihrer Bürger sei noch längst nicht ausgeschöpft. Die Bürger müssten sich rechtzeitig in die Kommunalpolitik einbringen dürfen.

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Die Kandidaten der »Bürger für Marquartstein« wollen »unsere Kreativität, unsere Lebenserfahrung, unser berufliches Fachwissen und unser Engagement zum Wohl der Generationen und für eine lebenswerte Zukunft in Marquartstein einsetzen«, versprach Hell. Elf Kandidaten seien ausreichend, da alle mit dem gleichen Ziel anträten und entschlossen seien, Kommunalpolitik zu gestalten. Die Listenplätze hätten keine Aussagekraft in Bezug auf das Engagement.

Gemeinderat Klaus Biersack stellt sich selbst nicht mehr zur Wahl. Die Kandidaten in der Reihenfolge sind Thomas Halder, Dagmar Netzer, Christian Thoma, Katja Kink, Klaus Hell, Andreas Scheck, Simon Aigner, Simon Bauer, Georg Hurler, Hubert Götschl und Matthias Rappl.

Die ersten fünf Plätze werden jeweils doppelt benannt. Sollte ein Kandidat ausscheiden, rücken die anderen um einen Platz auf. Die Ersatzkandidatin rückt dann auf den frei werdenden letzten Listenplatz auf. Klaus Hell gab bekannt, dass die Liste voraussichtlich ab dem heutigen Mittwoch bis zum 3. Februar im Rathaus aufliegt, wo Unterstützer ihre Unterschrift abgeben können. 80 Unterschriften sind notwendig, da es sich bei der Gruppierung »Bürger für Marquartstein« um eine neue Liste handelt. Weiter wurde bekannt gegeben, dass eine öffentliche Präsentation der Kandidaten am Donnerstag, 20. Februar, sowie eine Diskussion zu kommunalen Themen am Aschermittwoch, 5. März, jeweils um 19 Uhr im Gasthof Prinzregent stattfinden sollen.

Bürgermeister Andreas Dögerl, der ebenso wie bei den Grünen zur Versammlung erschienen war, sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit und darüber, dass sich so viele Leute im Gemeinderat engagieren wollten. Bei seinem Amtsantritt vor zwölf Jahren habe es vier Gruppierungen gegeben, sagte Dögerl. In den vergangenen Jahren sei im Ort so viel passiert wie noch nie zuvor. Natürlich sei man im Gemeinderat nicht immer einer Meinung gewesen, aber alle hätten konstruktiv zum Wohle des Dorfes zusammengearbeitet.

Dögerl zitierte die neuesten Zahlen zur Steuerkraft der Gemeinde, die gerade vom Landratsamt eingetroffen seien. Danach habe sich die Umlagekraft der Gemeinde gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gesteigert. Diese größere Wirtschaftlichkeit sei ein Zeichen dafür, dass das Gewerbegebiet mit seinen zusätzlichen Arbeitsplätzen die richtige Entscheidung gewesen sei, so Dögerl. Zu Beginn der neuen Amtsperiode des Gemeinderats würden gemeinsam die Ziele der kommunalen Arbeit für die nächsten Jahre festgelegt, so der Bürgermeister. gi