weather-image
14°

Kommt für Otting auch eine Nahwärme-Lösung?

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Das  geplante  neue Baugebiet  in  Otting  (helle Fläche) soll bis zu 24 Bauplätze umfassen, die im Rahmen des Erbbaurechts vergeben werden. Weil das Gebiet direkt neben dem Sportgelände (links oben im Bild) entstehen soll, sind zusätzliche Lärmgutachten erforderlich. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Nahwärme war nicht nur bei der Bürgerversammlung in Tettenhausen ein Thema (wir berichteten), auch in Otting kam es zur Sprache. Während aber in Tettenhausen mit dem geplanten Neubau die Marschroute feststeht, ist für Otting eine passende Lösung noch nicht greifbar.


Mitte vergangenen Jahres hatten die Gemeindewerke eine Umfrage gestartet, ob die Ottinger Bürger an einer Nahwärmeversorgung interessiert wären. Diese Überlegung ging auch in Richtung des neuen Baugebiets, das neben dem Sportplatz ausgewiesen wird. Rund die Hälfte der Bürger, die den Fragebogen ausfüllten, zeigte sich interessiert. Damit sei es, wie Zweiter Bürgermeister Christian Reiter bei der Bürgerversammlung vor rund 60 Anwesenden sagte, schwer abzuwägen, was man tun sollte; denn die potenziellen Interessenten seien weiträumig über Otting verteilt.

Anzeige

Bis zum Frühling soll eine Entscheidung fallen

In jedem Fall wäre eine kleine Lösung denkbar, die Pfarrhof, Kindergarten und Schule umfassen würde. Aber bis zum Frühling solle eine endgültige Entscheidung getroffen werden, meinte Reiter. Dazu will die Gemeinde noch eine Informationsveranstaltung anbieten. Man wolle nicht auf Biegen und Brechen eine Nahwärme-Anlage für Otting, aber man wolle intensiv über mögliche Varianten nachdenken und hoffe auf eine vernünftige Lösung. Den Bürgern ist dies offenbar bisher kein größeres Anliegen; denn Wortmeldungen gab es dazu nicht.

Ein weiteres Thema war das geplante neue Baugebiet. Die Ausweisung weiterer Flächen für Otting sei wichtig, betonte Reiter. Zum einen gebe es »massig Anfragen« von Bürgern für Bauland im Einheimischenmodell, zum anderen wolle man jungen Familien die Möglichkeit zum Bauen bieten, auch um Schule, Kindergarten und dergleichen erhalten zu können.

Konkret geplant sind auf der Fläche, die der Kirche gehört, bis zu 24 Bauplätze im Erbbaurecht. Das Bebauungsplan-Verfahren läuft noch, weil zusätzliche Gutachten wegen des Lärmschutzes erforderlich sind. Schließlich liegt westlich des geplanten Baugebiets der Trainingsplatz, im Nordwesten der Fußballplatz, sodass erst das Lärm-Thema geklärt werden muss, um Probleme möglichst vermeiden zu können.

Dann sprach Reiter auch noch das Thema Waldkindergarten an. Die Initiatorinnen seien intensiv auf der Suche nach einem Waldgrundstück, das in Frage komme. Offensichtlich konzentriere sich jetzt die Suche auf zwei kirchliche Flächen, eines in Waging in der »Häg« gelegen, nahe der Hütte der Eisschützen, das andere im Bereich Otting. Dieser mögliche neue Kindergarten habe in Otting zu einer gewissen Unsicherheit geführt – und der Sorge, dass dem jetzigen Kindergarten mit seinen beiden Gruppen – aktuell mit 45 Kindern belegt – dadurch in Zukunft Kinder fehlen würden.

Es sei aber noch nichts entschieden, betonte Reiter. Der Gemeinderat habe auf Anfrage lediglich im Grundsatz beschlossen, der Idee eines Waldkindergartens offen gegenüber zu stehen. Und falls auf die Gemeinde Kosten zukommen sollten, müsste der Gemeinderat sowieso noch gesondert beraten. Für alle, die sich für das Thema Waldkindergarten interessieren, findet am Montag, 23. Februar, um 20 Uhr in der Tourist-Information eine Informationsveranstaltung statt.

Auch zur Schule nahm Reiter kurz Stellung. Die Kinderzahl sei zuletzt von 108 auf 116 angestiegen. Darüber freue man sich und wolle von Seiten der Gemeinde alles tun, damit es so weiterläuft und die Schule in Otting erhalten werden kann. Allerdings werde das in Zukunft nicht ganz einfach sein. he