weather-image

Kommission kritisiert Flächen für Landesgartenschau

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Das Kerngebiet der Landesgartenschau würde sich entlang der Traun von der Chiemgauhalle bis zum Auwald erstrecken. Der Vergabeausschuss kritisierte unter anderem die Flächenverfügbarkeit in diesem Bereich. Nicht alle Flächen sind in Besitz der Stadt. Unter anderem die Salzmanninsel ist in Privatbesitz. Kaufverträge für diese Grundstücke gibt es noch keine. (Foto: Poschinger)

Traunstein. Mit einem großen Paukenschlag traf am Freitag die Nachricht über das abgelehnte Traunsteiner Konzept zur Landesgartenschau 2022 in der Großen Kreisstadt ein (wir berichteten). Auch der einzige Mitbewerber Sonthofen war abgelehnt worden. Nun ist der Brief des Vergabeausschusses mit den Gründen für die negative Bewertung bei Oberbürgermeister Manfred Kösterke angekommen.


Einer der wesentlichen Knackpunkte sei, laut Kösterke, das Verhältnis zwischen den vorhandenen Grünflächen und den neu zu schaffenden. »Sie wünschen sich noch mehr Grundstücke, die zukünftig zu dauerhaften Grünflächen werden«, so das Traunsteiner Stadtoberhaupt im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.

Anzeige

Weiterer Kritikpunkt ist die Verfügbarkeit der benötigten Flächen, die sich in ihrem Kernbereich von der Chiemgauhalle bis zum Auwald entlang der Traun befinden würden. Unter anderem ist die dortige Salzmanninsel in Privatbesitz. Gespräche mit den Besitzern, auch ein großer Gewerbebetrieb hat dort sein Zuhause, seien laut Kösterke bereits geführt worden. Zusagen gebe es auch schon, nur Kaufverträge seien noch keine unterschrieben. »So etwas ist schwierig, wenn man noch nicht einmal eine Zusage hat, ob die Landesgartenschau überhaupt in Traunstein stattfinden wird«, erklärt Kösterke. Die mündlichen Zusagen waren der Kommission aber wohl zu wenig. »Eventuell müssen wir die Zusagen für eine mögliche neue Bewerbung schriftlich festhalten.«

Als nächsten Schritt will der Oberbürgermeister mit der Münchner Beraterfirma sprechen, die das Traunsteiner Konzept mit entwickelte, und die Kritikpunkte analysieren. In seiner ersten Sitzung im Mai soll der neue Stadtrat dann entscheiden, ob er sich mit einem abgeänderten Konzept erneut für die Landesgartenschau 2022 bewerben will. Die Sprecherin des Vergabeausschusses in München hat dem Rathaus-Chef gestern am Telefon aber bereits zu einem erneuten Versuch geraten. apo

Wetter