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»Komm, hilf mit!«

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Der Nachwuchs hat bei der Freiwilligen Feuerwehr einen hohen Stellenwert. Er erhält zahlreiche Übungsmöglichkeiten. Unser Foto entstand beim Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren der Stadt Traunstein. (Foto: Archiv/Volk)

Unter dem Motto »Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit!« steht die aktuell stattfindende Aktionswoche der Feuerwehr. Die 81 Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Traunstein nutzen die Aktionswoche, um ihre Arbeit vorzustellen, aber auch um Mitglieder zu werben. Mit dem Aufruf »Komm, hilf mit!« sind interessierte Frauen und Männer jeden Alters angesprochen, sich in einer Feuerwehr zu engagieren. »Mit den rund 4400 aktiven Floriansjüngern und 920 Buben und Mädchen in den Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein sind wir gut aufgestellt«, freut sich Kreisbrandrat Hans Gnadl. »Dennoch brauchen wir weiteren jungen Nachwuchs und neue Mitglieder, die sich mit Idealismus engagieren.«


Im Mittelpunkt der Aktionstage steht das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr. Im Landkreis Traunstein gibt es keine einzige Berufsfeuerwehr. Wenn die Sirenen heulen, die Piepser Alarm schlagen und die Feuerwehr ausrückt, dann sind ausschließlich ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer unterwegs, um Leben zu retten, Brände zu löschen und Sachwerte zu schützen. Sie leisten freiwillig und unentgeltlich Dienst, sind Tag und Nacht bereit, damit im Notfall innerhalb weniger Minuten kompetente Hilfe präsent ist. Von Brandbekämpfung über technische Hilfeleistung bis hin zum Katastrophenfall – die Floriansjünger sind Garant für die Sicherheit der Bürger.

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Durch immer extremer werdende Wetterlagen sind auch die Feuerwehren immer mehr gefordert. In Bayern macht sich der Klimawandel vor allem durch Hochwasser- oder Schneekatastrophen bemerkbar, die heftiger sind als noch vor einigen Jahren. Erst im Juni und Juli waren einige Teile Bayerns, unter anderem Simbach, vom Hochwasser betroffen. Das verheerende Hochwasser im Juni 2013, das vor allem im Traun- und Achental sowie an der Salzach große Schäden angerichtet hat, ist vielen noch in bedrückender Erinnerung. Damals waren im Landkreis Traunstein mehr als 1500 Feuerwehrler im Einsatz, die in drei Tagen etwa 1200 Einsätze bewältigten.

Mit der neuen Kampagne versuchen die Feuerwehren, auf ihr breites Aufgabengebiet aufmerksam zu machen. »Die Feuerwehren stellen sich allen Herausforderungen, sind bestens gerüstet und ausgebildet, hoch motiviert mit großer Einsatzbereitschaft und selbstlosem Engagement«, erklärt Kreisbrandrat Hans Gnadl.

»Wenn sich auch in Zukunft viele Menschen in den Feuerwehren im Landkreis Traunstein engagieren, kann der Brandschutz und die Technische Hilfeleistung auch weiterhin sichergestellt werden«, betont er.

Jeder Interessierte, der sich ehrenamtlich engagieren will, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr willkommen. Interessenten wenden sich an den örtlichen Kommandanten oder den Jugendwart der jeweiligen Feuerwehren. pv