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Königliche Patenschaft für das Purpurglöckchen

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Die Traunsteiner Rosenkönigin Julia I. hat die Patenschaft für das Purpurglöckchen übernommen. Die Pflanze steht im Mittelpunkt der Aktionswoche »Herbstlich willkommen« des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes. Die Auftaktveranstaltung für Oberbayern fand gestern in den Räumen der Gärtnerei Fegg-Dobiasch statt – ganz zur Freude von Betriebsinhaber Wolfgang Fegg. (Foto: Brenninger)

Traunstein. »Herbstlich willkommen« heißt es ab dem heutigen Samstag bis Montag, 28. September, in den bayerischen Gärtnereien. Die Auftaktveranstaltung der Aktionswoche des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes (BGV) für Oberbayern fand gestern in der Gärtnerei Fegg-Dobiasch in Traunstein statt. Mit dabei war auch die Traunsteiner Rosenkönigin Julia I. Sie übernahm die Patenschaft für das Purpurglöckchen.


Diese Pflanze steht im Mittelpunkt der Aktionswoche, die diesmal unter dem Motto »Perfekt in Form – Blattschmuckpflanzen für den Herbst« steht. »Sie hat sich zu einer echten Trendpflanze entwickelt«, betonte Rosenkönigin Julia I., die auch die Vorzüge des Purpurglöckchens hervorhob: »Sie ist sehr pflegeleicht und sie gibt es in vielen verschiedenen Farben.« Für diese Pflanze übernehme sie sehr gerne die Patenschaft, betonte sie.

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»Traunstein ist eine blühende Stadt«

Thomas Miller, Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Traunsteiner Stadtrat, übernahm die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Er freute sich, dass mit der Gärtnerei Fegg-Dobiasch ein »sehr engagierter und fachkundiger Betrieb« diese Auftaktveranstaltung ausrichte. Er hob hervor, dass »wir hier in Traunstein in der glücklichen Lage sind, viele familiengeführte Gärtnereien mit allen ihren Angeboten zu haben. Darum beneiden uns viele andere Städte und Regionen«. Fachwissen, Beratung, der persönliche Kontakt und das Vertrauen der Kunden zu ihrem Gärtner, das seien die Stärken der Gärtnereien in der Region und das sollte man sich auch immer wieder vor Augen führen, sagte er.

»Traunstein ist eine blühende Stadt«, lobte Thomas Miller. »Wer in unsere Stadt kommt, kann sich vom schönen Blumenschmuck an den Straßen und Plätzen, von unseren schönen Parkanlagen und vom vielen Grün in der ganzen Stadt überzeugen.« Traunstein ruhe sich aber auf diesen Erfolgen nicht aus. Stadt, Gewerbe und Gärtnereien wollen »Traunstein auch in Zukunft als die blühende Stadt im Herzen des Chiemgaus präsentieren«, sagte Miller.

Traunstein möchte sich daher auch um die Landesgartenschau 2022 bewerben. »Das wäre die Krönung für alle Bemühungen, unsere schöne Stadt als die blühende Oase im Herzen des Chiemgaus zu positionieren«, betonte er. Thomas Miller blickte auch kurz auf die Traunsteiner Rosentage 2014, die vom 13. bis 15. Juni stattfinden und erstmals von der neu gegründeten »Traunstein erleben GmbH« durchgeführt werden (wir berichteten). »Es haben sich schon über 25 Gärtnereien fest angemeldet«, gab er bekannt. Zudem wird Rosenkönigin Julia I. ein weiteres Jahr im Amt bleiben.

Betriebsinhaber Wolfgang Fegg, der die Gärtnerei zusammen mit seiner Frau Monja führt, war stolz darauf, dass die Auftaktveranstaltung in seiner Gärtnerei stattfand. Er betonte, dass »die Herbstzeit meine Lieblingszeit ist«. Hier könne man schön arbeiten. »Auch die Bepflanzung ändert sich in schöne, warme Farben«, sagte Fegg. Anschließend stellte er den zahlreichen Gästen, die vom »Musikerschorsch« bestens unterhalten wurden, kurz den Familienbetrieb, der 1958 gegründet wurde, vor.

Josef Holzer, BGV-Bezirksvorsitzender von Oberbayern, ging kurz auf die Geschichte von »Herbstlich willkommen« ein. Die Aktion fand seinen Worten nach erstmals 2008 statt. »Sie ist auf dem aufsteigenden Ast«, freute er sich. In diesem Jahr nehmen bayernweit an die 140 Betriebe an der Aktion teil. Die Gärtner stellen dabei einige Trends für den Herbst vor und geben unter anderem Tipps für die Gefäßbepflanzung. »Unser Jahr ist lang, auch der Herbst hat schöne Seiten«, machte Holzer weiter Werbung für die Veranstaltungswoche. »Das Herbstgeschäft wird immer interessanter und wichtiger«, betont er. »Wir hoffen nun auf einen schönen Herbst.«

Viel Lob für die Traunsteiner Rosentage

Herbert Puffer, Vizepräsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes, bezeichnete Traunstein »als die Hauptstadt der oberbayerischen Gärtner«. Gerade die Auftaktveranstaltung zeige, wie stark die Gärtner in der Region vertreten seien. »Sie lassen keine Wünsche offen«, lobte er.

Das hörte die Dritte Bürgermeister Waltraud Wiesholer-Niederlöhner, die auch Referentin für das städtische Grün und den Waldfriedhof ist, gerne. Besonders hob sie in ihrem Grußwort die Traunsteiner Rosentage hervor. Sie sprach von »einem unglaublichen Erfolg«.

Waltraud Wiesholer-Niederlöhner ging auch auf die Preise ein, die die Stadt in den vergangenen Jahren gewonnen hat – etwa die Silbermedaille beim Wettbewerb Entente Florale »Gemeinsam aufblühen« im Jahr 2004 und die Goldmedaille beim gleichen Wettbewerb 2012. Auch der Sonderpreis »Friedhof – Grüne Oasen in der Stadt« ging an die Stadt Traunstein. »Diese Auszeichnungen unterstreichen die Bemühungen unserer Stadt, um die besondere Bedeutung und Wertigkeit von öffentlichem, aber auch von privatem Grün für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger«, sagte sie.

»Traunstein als Oberzentrum ist eine grüne Oase«, hob Waltraud Wiesholer-Niederlöhner hervor. 3500 Stadtbäume sprechen ihrer Ansicht nach eine deutliche Sprache. »Wir haben hier ein Wohlfühlgefühl.« Und dieses möchte die heimischen Gärtner mit ihrer Aktionswoche »Herbstlich willkommen« weiter stärken. SB