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Knappes Angebot brachte hohe Zuchtviehpreise

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Traunstein. Zügig verlief die Versteigerung der 61 Kühe und Jungkühe beim Traunsteiner Großviehmarkt. Der durchschnittliche Versteigerungspreis der 52 Jungkühe lag bei 1748 Euro. Die neun verkauften Kühe wechselten für durchschnittlich 1844 Euro den Besitzer. Die Preise sind jedoch auch in einer vom Exterieur und der Leistung hohen Qualität begründet. Enttäuschend war, dass sehr viele bereits mit Probemelken gemeldete Jungkühe nicht aufgetrieben wurden. Bei den Jungstieren gab es sehr zufriedene Gesichter bei den drei Verkäufern, die ihre Stiere an eine Besamungsstation veräußern konnten. Von den vier aufgetriebenen Natursprungstieren konnte nur einer zu einem angemessenen Preis verkauft werden.


Mit Spannung wurde die Versteigerung der Jungstiere erwartet, da drei genomisch hoch vorgeschätzte Zuchtstiere zur Versteigerung angeboten wurden. Unter den Besuchern waren fünf Vertreter von Besamungsstationen, was darauf hindeutete, dass es auch entsprechende Winkerduelle geben wird. Als erster wurde ein Passion-Sohn aus einer der bekanntesten Kuhlinien in Bayern angeboten. Aus der B-Linie der Familie Kellner aus Rotkampeln bei Asten stammt schließlich der Stier Manton, der derzeit die höchsten Besamungs-zahlen in Bayern aufweist. Der Passion-Sohn ist nach Gesamtzuchtwert als Nummer 7 von 241 getesteten Passion-Söhnen eingestuft. Bei 21 000 Euro erfolgte schließlich der Zuschlag bei diesem Stier. Als nächster hochpreisiger Stier kam ein Vinzenz-Sohn der Familie Halmbacher aus Bichl bei Waldhausen zur Versteigerung. Die Großmutter des Stieres ist eine bekannte Stiermutter, aus der bereits vier Stiere in den Besamungseinsatz gingen. Der Stier Mertin ist der be-kannteste daraus. Von ihm wurden über 20 000 Erstbesamungen durchgeführt. Für 11 500 Euro wechselte der Vinzenz-Sohn den Besitzer. Beide Stiere steigerte Andrea Hefner für die Besamungsstation Neu-stadt.

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Der höchste Preis auf der Versteigerung – 32 000 Euro – war jedoch einem Reumut-Sohn aus einer Mandela Tochter aus dem Zuchtbetrieb Robert Steinmassl aus Hausen, Kirchanschöring vorbehalten. Das Winkerduell entschied diesmal Hermann Zuchtriegl von der Besamungs-station Greifenberg für sich, nachdem er zuvor zweimal unterlegen war. Für den hohen Preis verantwortlich war, das sehr gute Exterieur der Mutter des Stieres, einer Mandela-Tochter. Die genomische Vorschätzung prognostiziert, dass dieser Reumut-Sohn das gute Exterieur seines Vaters weiter vererben wird. Er ist mit einem Zuchtwert von 124 im Fundament und 117 im Euter vorgeschätzt. Aufzüchter des Stieres war Korbinian Lechner aus Ramsdorf bei Kay.

Drei Kühe des Marktes wurden für einen Steigerungspreis von 2000 Euro verkauft. Die teuerste Jungkuh mit 2350 Euro stellte Emil Erl aus Fellern, Gemeinde Tacherting. Durch ein überragendes Euter und ein gutes Fundament wurde diese Rau-Tochter in Wertklasse 1 eingereiht. Auch bei der zweiten Jungkuh der Wertklasse 1 erfolgte der Zuschlag erst bei 2300 Euro. Züchter dieser Dextro-Tochter war Johann Baumgartner aus Zellberg, Gemeinde Anger. Beide Jungkühe ersteigerte Johann Oberhammer aus Südtirol. Weitere sechs Jungkühe erreichten noch Versteigerungspreise über 2000 Euro.

21 Zuchttiere blieben im eigenen Gebiet. 25 Zuchttiere fanden einen Käufer innerhalb Bayerns. Zwei Kühe und 23 Jungkühe wurden nach Südtirol und Norditalien in die Region Friaul verkauft.

Der nächste Kälbermarkt findet am 28. Mai statt, die nächste Großviehversteigerung ist am 26. Juni.