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»Kluge Anlagestrategien«

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Die zweiköpfige Spielgruppe »Hauptschuleeeee« von der Mittelschule Obing holte sich den Spitzenplatz beim »Planspiel Börse 2013« der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg. Unser Bild entstand bei der Siegerehrung und zeigt von links Kreissparkassen-Vorstand Stefan Nieß, das Siegerteam Stephan Pfannstiel und Julian Wurmannstätter sowie Marco Hauptenbuchner, Leiter der Wertpapier-Beratung.

Traunstein. Wissen und Nervenstärke waren gefragt beim »Planspiel Börse 2013« der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg, an dem sich ab Oktober drei Monate lang rund 500 Schüler aus allen weiterführenden Schulen im Landkreis beteiligten. In 183 Spielgruppen versuchten sie, ihr fiktives Anfangsguthaben von 50 000 Euro durch geschicktes Taktieren möglichst zu mehren. Bei der Siegerehrung im Brauereigasthof Schnitzlbaumer in Traunstein zeichneten Vorstandsmitglied Stefan Nieß und Marco Hauptenbuchner von der Wertpapierspezialberatung der Kreissparkasse die erfolgreichsten Teams aus. Die Nase ganz vorne hatte das Duo »Hauptschuleeeee« mit Julian Wurmannstätter und Stephan Pfannstiel von der Mittelschule Obing.


Die meisten Teilnehmer stammten aus der Realschule Trostberg mit 24 Teams sowie aus den beiden Gymnasien in Traunreut und Trostberg mit 23 beziehungsweise 21 Gruppen. Lag »Hauptschuleeeee« zur Spielmitte noch an siebter Stelle, so arbeiteten sich Julian Wurmannstätter und Stephan Pfannstiel letztlich an die Spitze im Landkreis vor. Ihr Depotwert am Ende von 56 778 Euro bedeutete deutschlandweit Platz 79. Die Sieger unter den über 41 000 Teams aus der ganzen Bundesrepublik, eine Mannschaft aus dem Odenwald, erwirtschafteten ein Plus von 27 Prozent oder von knapp 10 900 Euro beim »Planspiel Börse 2013«. Im Landkreis Traunstein konnte etwa die Hälfte der gewerteten Spielgruppen ihr Anfangskapital aufstocken oder zumindest halten.

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Die zweiten Gewinner, »MSBA« mit Benedikt Lechner vom Landschulheim Marquartstein, brachten es auf einen Endstand von 55 912 Euro. Die »Bavarian Wasted Youth« mit Simon Schmalzgruber vom Traunreuter Johannes-Heidenhain-Gymnasium landete auf Platz drei mit 55 359 Euro. Hinter ihnen platzierten sich weitere Gruppen vom gleichen Gymnasium: »Die_Kauf_Willigen« mit Johannes Schneider, die 54 291 Euro erzielten, und »Die Aktienfarmer« mit Stefan Huber, die auf 53 836 Euro kamen. Der Lohn der Mühe für die ersten fünf Mannschaften waren gestaffelte Geldpreise zwischen 300 und 100 Euro sowie Sachpreise. Insgesamt vergab die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg Preise im Gesamtwert von über 1500 Euro.

Die nächsten fünf Plätze mit Erträgen zwischen gut 3700 Euro und immerhin noch 3510 Euro errangen »MCLTSM« mit Maria Wolferstetter von der Staatlichen Realschule Trostberg, »Mining Field« mit Philipp Reuter vom Landschulheim Marquartstein, »eineinhalb Hirn« mit Markus Hiller von der Mittelschule Obing, »FASD« mit Alexander Fußstetter vom Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein sowie »Planspiel Börse« mit Gian Luca Ikier-Weisky vom Landschulheim Schloss Ising.

In der Nachhaltigkeitswertung schnitt »MuF« mit Maximilian Fach von der Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer in Traunstein mit einem Nachhaltigkeitsertrag von 2130 Euro am besten ab. Damit bewies »MuF«, dass sich mit »grünen« Aktien ebenso gut Geld verdienen lässt wie mit konventionellen Wertpapieren. Alle anwesenden Spielteilnehmer durften sich über Sachpreise freuen. Preiswürdig wären auch die Namen gewesen, die die Hunderten von jungen Börsianern für das »Planspiel Börse 2013« wählten. Einige Beispiele: »Power-Puff-Girls«, »Vierkanttretlager«, »HB-Manda«, »Hundsgrippe«, »Wall Street«, »Pleite AG«, »Die Weltherrscher«, »dieaktienmachos«, »WeNeedMoreMoney«, »börse10b«, »Die Gummibärenbande«, »Team Lebkuchen«, »novo cracks« oder »beuteltron«.

Lob für die Gewinner gab es von Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Stefan Nieß. Er trat für eine solide und nachhaltige Aktienkultur in Deutschland ein: »Als Sparkassen unterstützen wir eine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagephilosophie, wie sie das Planspiel Börse vermitteln kann. Die Siegerinnen und Sieger haben in diesem Jahr den Beweis geliefert, dass eine kluge Anlagestrategie Erfolg versprechender sein kann als hektische Käufe und Verkäufe.«

»Wissen ist Geld. Dieses Wissen spielerisch zu erlernen, die Finanzmärkte zu erkunden und dabei verantwortungsvoll mit Geld umzugehen, sind die Ziele des Planspiels Börse. Aber die Finanzmärkte reagieren nicht immer so, wie man es erwartet«, stellte Marco Hauptenbuchner im Rückblick auf das Börsenjahr 2013 heraus. Etwas berechenbarer sei erst das letzte Vierteljahr geworden. Kurz nach dem Spielbeginn Anfang Oktober habe es für den DAX »nur noch eine Richtung gegeben – nach oben«. Das habe aber nicht bedeutet, dass man nichts falsch machen konnte. Hauptenbuchner: »Natürlich gab es auch Aktien, mit denen man trotz des Aufwärtstrends verlieren konnte.« kd