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Klosterkirche kann wie geplant saniert werden

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Um den Abstand zwischen den beiden Gebäuden im Vordergrund ging es gestern bei einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht München. (Foto: Hohler)

Traunstein – Der Südflügel des Klosterkirchenensembles kann wie geplant saniert und wärmegedämmt werden. Wie bereits von der Stadt Traunstein erwartet, hatte die Klage eines unmittelbaren Nachbarn der Klosterkirche keinen Erfolg.


Oberbürgermeister Christian Kegel bestätigte auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts, dass der Nachbar auf Anraten des Verwaltungsgerichts München seine Klage gegen die Baugenehmigung für die Sanierung der Klosterkirche zurückzog, in der er eine Verletzung seiner Rechte gesehen hatte (wir berichteten).

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Der Traunsteiner mit Rechtsanwalt Manfred Kösterke zur Seite hatte gegen die Baugenehmigung für den Umbau des denkmalgeschützten Klosterkirchenensembles zu einem Kunst- und Kulturzentrum geklagt, die die Große Kreisstadt Traunstein sich selbst erteilt hatte. Der unmittelbar angrenzende Nachbar sah seine Rechte durch die Abweichung von den Abstandsflächen verletzt. Ihm werde dadurch die Gestaltungsmöglichkeit seines eigenen Grundstücks genommen, argumentierte er.

Konkret geht es dabei um die Veränderung der westlichen Abstandsfläche, die ausschließlich durch die Dachdämmung des Südflügels des Klosterkirchenensembles verkleinert wird. Es geht dabei nach Angaben der Stadt Traunstein um circa 20 Zentimeter Wärmedämmmaterial.

Selbst, wenn die Klage Erfolg gehabt hätte, hätte die Stadt im Bereich der Städtischen Galerie den Dachstuhl nur geringfügig umplanen müssen. Eine Verzögerung der Bauarbeiten oder sogar ein Scheitern des gesamten Projekts wurde ohnehin auch schon vor der Verhandlung ausgeschlossen.

Wie Oberbürgermeister Christian Kegel nach der Verhandlung auf Nachfrage erklärte, hatte das Verwaltungsgericht dem Kläger angeraten, die Klage mitsamt dem Eilantrag gegen die Baugenehmigung zurückzunehmen. Zur Begründung hatte die Kammer erklärt, im betreffenden Bereich gebe es aufgrund der bereits vorhandenen geschlossenen Bauweise keine Probleme mit Abstandsflächen. Insofern habe auch der Kläger keinerlei Einschränkungen für spätere Bauvorhaben zu befürchten.

Anwalt Manfred Kösterke wollte auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts nichts zu der Gerichtsentscheidung sagen. Er berief sich auf seine Schweigepflicht. coho