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Klosterkirche: Elternbeirat startete Aktion

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Traunstein. Der geplante Umbau der Klosterkirche zu einem Kultur- und Kongresszentrum sorgt weiter für heftige Diskussionen: Nachdem vergangene Woche die CSU-Fraktion den Haushalt 2013 aus diesem Grund abgelehnt hat (wir berichteten) und das Projekt zuvor auch in den Bürgerversammlungen kritisiert wurde, legt nun der Elternbeirat der Ludwig-Thoma-Grundschule nach: Er hat eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt gestartet.


Bei dem vorliegenden Entwurf im Rahmen des Architektenwettbewerbs werde deutlich, dass aufgrund der geplanten Errichtung einer Kleinkunstbühne in der Mitte des Pausenhofs der Schule ein massiver Raumverlust zugunsten des Zentrums drohe. »Diese Einschränkungen lehnt der Elternbeirat der Schule entschieden ab«, heißt es in der Erläuterung, die den Unterschriftslisten beiliegt.

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Neben der Frage des »massiven Raumverlustes« übt der Elternbeirat Kritik, dass auf seine Bedenken keine Rücksicht genommen werde. Besonders kritisiert der Elternbeirat Engpässe im Parkplatzbereich, zudem wies er auf ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit der Schulsicherheit hin. Die Zugangskontrolle zum Schulgelände werde unübersichtlich und könne eine Gefahr für die Kinder darstellen. »Die jüngsten Ereignisse in den USA sollten uns hierbei zu denken geben«, heißt es in der Argumentation des Elternbeirats.

In der Stadtratssitzung am Donnerstag wurde das Schreiben des Elternbeirats rumgereicht. Stadtrat Uwe Lenz (UW) sah sich danach veranlasst, Stellung zu beziehen. Die in der Öffentlichkeit geführte Diskussion grenze für ihn schon an »Stimmungsmache«. Das Ganze entwickle sich seiner Meinung nach in eine falsche Richtung. »Wir alle sollten bei diesem Thema sachlich bleiben«, mahnte er an, »und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.«

Auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke kritisierte das Schreiben des Elternbeirates: »Gelinde gesagt, ist die Argumentation enorm verkürzend dargestellt.« Seitens der Stadt werde man nach den Weihnachtsferien in den Schulen und dem Städtischen Kindergarten deshalb Aushänge mit Informationen zum Projekt, das wohl rund fünf Millionen Euro kosten wird, machen und auch auf der Internetseite der Stadt sollen die Informationen einsehbar sein, um die Argumente noch einmal der Öffentlichkeit vorzustellen. Ungeachtet dessen soll laut Oberbürgermeister in einer der ersten Sitzungen des neuen Jahres im Stadtrat die Entscheidung fallen, welcher Planungsentwurf zur Ausführung kommen soll. awi/SB