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Kloster Seeon wird Ersatz für Wildbad Kreuth

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Das Kloster Seeon liegt idyllisch auf einer Halbinsel im See. (Foto: Georg Unterhauser/www.luftbild-traunstein.de)

Berlin/Seeon (apo/dpa) – Die CSU-Bundestagsabgeordneten werden ihre traditionelle Winterklausur im Januar erstmals seit Jahrzehnten nicht in Kreuth, sondern im Kloster Seeon veranstalten. Das verkündete Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt am Dienstag in Berlin. Die Klausur wird von 4. bis 6. Januar 2017 stattfinden. Das Haus in Wildbad Kreuth steht im Moment nicht zur Verfügung, da das ehemalige Kurbad nahe des Tegernsees saniert wird.


Das Kloster Seeon gehört seit 1986 dem Bezirk Oberbayern und wird als Eigenbetrieb geführt. Das einstige Benediktinerkloster (von 994 bis 1803) zählt zu den schönsten historischen Ensembles im Chiemgau. Seit 1993 ist es ein weltoffenes Tagungszentrum. Es gibt 14 Gruppenräume sowie 89 Zimmer auf Hotelstandard, wo auch die Abgeordneten im Januar übernachten werden.

Kreuth ist für die CSU zum Mythos geworden, da die Partei dort zum Teil weitreichende Entscheidungen getroffen hat. 1976 kündigte die CSU im Machtkampf zwischen Parteichef Franz Josef Strauß und dem CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl (CDU) mit dem sogenannten Kreuther Trennungsbeschluss die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU auf. Diesen Beschluss nahm sie allerdings kurz darauf wieder zurück.  2007 wurde in Kreuth von der dort ebenfalls traditionell tagenden CSU-Landtagsfraktion der Sturz des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber besiegelt.

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