weather-image
13°

Klimaschutzprogramm: Ziele formuliert

0.0
0.0

Kirchanschöring. Das »Integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Kirchanschöring«, das der Gemeinderat nun beschlossen hat, dient als Arbeitsgrundlage für alle weiteren Aktivitäten im kommunalen Klimaschutz. »Wir streben an, die darin formulierten Ziele möglichst umfassend zu erreichen«, sagte Bürgermeister Hans-Jörg Birner, der auch betonte, dass Kirchanschöring bis zum Jahr 2030 die Reduktion der CO2 -Emissionen in den Bereichen Wärme und Strom fast vollständig erreicht haben wird.


Ziele für 2013 sind, die CO2-Emissionen aus der Wärme um 80 Prozent zu reduzieren und 80 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu produzieren als 2010. Der Realisierung liegt ein Aktionsplan zugrunde, zunächst für die nächsten vier Jahre. Der Rat stimmte diesem Aktionsplan nun zu und stellt das für die Umsetzung notwendige Geld zur Verfügung. In diesem Zeitraum stehen jährlich 50 000 Euro für das kommunale Förderprogramm bereit. Hinzu kommen einmalig 250 000 Euro für die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden und eine noch nicht näher bezifferte Summe für das energieneutrale Gebäudekonzept der neuen Kindertagesstätte.

Anzeige

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung auf der Basis des Aktionsplans (2013 bis 2016) an das Bundesministerium für Umwelt einen Förderantrag für die Umsetzungsphase und die Organisation eines Klimaschutzmanagements zu stellen.

Der Aktionsplan legt seine Schwerpunkte auf folgende Aspekte: Er soll die politischen Weichenstellungen und Grundlagenbeschlüsse herbeiführen; Konzepte vertiefen und Maßnahmen fundiert vorbereiten; erste bereits im nächsten Jahr machbare Projekte umsetzbar machen, die einen geringen finanziellen Aufwand erfordern, aber eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit entfalten. Überdies will man Impulse geben und private Initiativen anstoßen, insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung sowie im Bereich von Klimaschutz und Gewerbe. Um die Anstrengungen zu professionalisieren, will man ein Klimaschutz-Managementsystem aufbauen.

Die Gemeinde könne für die Umsetzungsphase Mittel aus mehreren Fördertöpfen beantragen. Unter anderem gebe es Fördermittel für einen KIimaschutz-Beauftragten, so Birner. Im Erfolgsfall stünden zusätzlich 65 Prozent der Umsetzungskosten für die Koordination der beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschlossen die Kirchanschöringer Gemeinderäte bereits die erste konkrete Maßnahme: das Programm zum Austausch von Heizungspumpen mit dem dazugehörigen hydraulischen Abgleich. Die Kommune wird den Pumpentausch beziehungsweise den hydraulischen Abgleich in Privathaushalten fördern. Sie stellt dafür vorläufig 15 000 Euro bereit. »Wobei die Förderung bei einem neuen Heizungseinbau ausgeschlossen wird, wenn lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden«, heißt es in dem Beschluss. ca

Facebook Traunsteiner Tagblatt