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Klimaschutzmanager vorgestellt

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Bernd Vilsmaier arbeitet seit Anfang des Jahres bei der Stadt Traunreut als Klimaschutzmanager. (Foto: Rasch)

Traunreut – »Ich bin hier, Energie zu versprühen, damit andere diese Energie einsparen.« Mit diesen Worten stellte sich der neue Klimaschutzmanager der Stadt Traunreut, Bernd Vilsmaier, dem Stadtrat vor.


Der neue Mann im Traunreuter Rathaus wird sich nicht nur um die Liegenschaften der Stadt kümmern, sondern auch die Traunreuter Bürger unterstützend beraten. Seinen Angaben zufolge soll es einen sogenannten Belegtag im Rathaus geben, an dem sich auch private Hausbesitzer beraten lassen können. Mit der Eigenheimer-Vereinigung Traunreut hat er bereits Kontakt aufgenommen. Wie er mitteilte, findet am 7. Februar in der TuS-Sportplatzgaststätte eine Informationsversammlung statt, bei der er zum Thema »Heizung« Stellung beziehen werde.

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»Erst mal die Liegenschaften kennenlernen«

Die Anregung von Ernst Biermaier (FW), Vilsmaier auch in die Fraktionssitzungen einzuladen, lehnte Bürgermeister Klaus Ritter aus Zeitgründen ab. Gleichzeitig schlug er aber vor, in Fraktions-Gruppen mit Vilsmaier zu diskutieren. Ritter bat darum, den studierten Geo-Informatiker erst einmal ankommen zu lassen. »Er soll erst mal die Liegenschaften kennenlernen.«

Vilsmaier arbeitet seit Anfang des Jahres als Klimamanager. Der 47-jährige Traunsteiner war zuletzt am Landratsamt Traunstein tägig und war auch schon als Entwicklungshelfer in Südamerika im Einsatz. Seine neue Aufgabe in Traunreut wird vom Bund gefördert, die Stelle ist vorerst auf zwei Jahre befristet. »Ich sehe mich als eine fachübergreifende Drehscheibe für das integrierte Klimaschutzkonzept, das für die Stadt Traunreut 2013 entwickelt worden ist.« Ein Klimaschutzkonzept sei keine Pflichtaufgabe der Kommunen, umso erfreulicher sei es, dass sich die Stadt Traunreut hier engagiert, lobte Vilsmaier. Zu Beginn gehe es um die Analyse der derzeitigen Situation in der Stadt, das Kennenlernen der Akteure im Bereich Energie. Daraus wolle er dann mögliche Potentiale erarbeiten und anschließend mit konkreten Maßnahmen, wie beispielsweise die energetische Sanierung von Schulen und Kindergärten, umsetzen. Wichtig sei ihm auch die Öffentlichkeitsarbeit. »Es ist wichtig, dass die Bürger immer wieder informiert werden«, sagte er.

Vor Ort umsetzen, was die Politik fordert

»Das Bundesumweltministerium hat erkannt, dass die Kommunen beim Klimaschutz eine schlagkräftige Einheit sind«, erklärt Vilsmaier die Förderung seiner Stelle. Vor Ort soll umgesetzt werden, was in der großen Politik immer wieder gefordert wird: nachhaltiger leben, weniger Kohlendioxid ausstoßen, Ressourcen schonen, Energie einsparen und sorgsamer mit der Umwelt umgehen. ga