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Klaus Schmid bleibt Vorstand

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Die neu gewählte Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Grabenstätt (von links): Der neue Zweite Vorstand Michael Holzmann junior, dessen Vorgänger Konrad Berger, der wiedergewählte Vorstand Klaus Schmid, die im Amt bestätigten Beisitzer Georg Dangl und Johann Wimmer sowie der alte und neue Kassier Alois Schröder. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Die Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Grabenstätt stand ganz im Zeichen der Neuwahl, die alle fünf Jahre abgehalten wird. Dem langjährigen Vorsitzenden Klaus Schmid wurde das Vertrauen ausgesprochen. Zum neuen Zweiten Vorstand wählten die 58 wahlberechtigten Jagdgenossen aus Grabenstätt Michael Holzmann junior, der sich erst in der zweiten Stichwahl gegen seinen Mitbewerber Johann Wimmer durchsetzen konnte.


45 Hirsche wurden bis jetzt erlegt

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Holzmann beerbt damit Konrad Berger, der nach zehn Amtsjahren nicht mehr für das Amt des Stellvertreters kandidiert hatte. »Beim vierten Wahlgang hätten wir es draußen am Marktplatz auskämpfen müssen, da die Stimmzettel ausgegangen wären«, meinte Bürgermeister Georg Schützinger, der die Wahl leitete. Im Wahlausschuss standen ihm der ehemalige gemeindliche Geschäftsleiter Andreas Lindlacher und der frühere Dritte Bürgermeister Franz Wiesholler zur Seite. Mit großer Mehrheit im Amt bestätigt wurde Vorstand Klaus Schmid, der der Jagdgenossenschaft seit zehn Jahren vorsteht. »Ich nehme an und danke euch«, kommentierte er kurz und bündig seine Wiederwahl.

In ihren Ämtern verbleiben auch Schriftführerin Hildegard Probst, Kassier Alois Schröder und die Beisitzer Johann Wimmer und Georg Dangl. Ebenfalls erhalten bleiben der Jagdgenossenschaft die Kassenprüfer Georg Schützinger und Johann Stefanutti. Von einem »bis jetzt positiven Jagdjahr im Jagdbogen Süd« sprach Jagdpächterin Dorothea Meltl vom Gut Sossau. »45 Hirsche haben wir erlegt, 50 müssen wir bis zum Ende der Schusszeit für Rotwild Ende Januar schaffen«, zeigte sich Meltl zuversichtlich. Ähnlich gut sehe es bei den Rehen aus. Hier habe man bereits 65 von 70 Tieren zur Strecke bringen können. Die Schusszeit beim Rehwild endet bereits Mitte Januar.

»Bei uns schaut es nicht ganz so gut aus«, so Freiherr Dr. Clemens von Wrede, der den »Jagdbogen Nord« seit vielen Jahren mit seinem Bruder Freiherr Dieter von Wrede gepachtet hat. Im laufenden Jagdjahr seien bisher 42 der 80 zu schießenden Rehe, zwei Hirsche, sechs Wildschweine und 57 Krähen erlegt worden. Die magere Ausbeute beim Rehwild erklärte von Wrede damit, dass im Vorjahr »viele Kitze eingegangen sind und mehr geschossen wurde als zugewachsen ist«. Er bitte darum, die alten Zäune am Eichberg zu entfernen, damit sich das Wild wieder freier bewegen könne, so von Wrede. Einen positiven Kassenstand vermeldete Kassier Alois Schröder.

Nachdem man sich vor zwei Jahren einen großen Holzspalter gekauft habe, schlage er vor, den Jagdschilling nun unter anderem für die Anschaffung eines rund 4000 Euro teuren kleinen Holzspalters zu verwenden, so der wiedergewählte Vorstand Schmid. Mangels Zustimmung wurde das Ganze aber vorerst zurückgestellt. Zuvor hatte Jagdgenosse Anderl Gaßner angemahnt, dass man das Geld auch für die Kiesbeschaffung verwenden sollte, um die Wege instand zu halten. Vorstand Schmid erinnerte daran, dass man im letzten Jahr Kies im Wert von insgesamt 12 500 Euro ausgegeben habe. Da der Kies immer teurer werde – der Kubikmeter koste schon rund 20 Euro – werde man den drei Moos-Genossenschaften jetzt 1700 statt 900 Euro geben. Einig war man sich darin, dass der bewährte Bäuerinnen-Ausflug wieder aus dem Jagdschilling finanziert werden sollte. Schmid verwies auch auf verschiedene Waldbegehungen, bei denen man neuere Verbissschäden und Altschäden begutachtet habe. Am Eichberg seien 80 Pflanzen hauptsächlich durch Kleinnager beschädigt, aber auch Fegeschäden festgestellt worden. Zehn Pflanzen seien als ersatzpflichtig eingestuft worden.

Dachs richtet erheblichen Schaden an

Der nach 20 Jahren aus der Vorstandschaft ausgeschiedene, bisherige Zweite Vorstand Konrad Berger lobte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Eine weitere Wortmeldung betraf den Dachs, der besonders in den Getreidefeldern erheblichen Schaden anrichte. Ein anderer Jagdgenosse wünschte sich, dass »wir mal wieder miteinander fortfahren«. Bürgermeister Schützinger bedankte sich für die 300-Euro-Spende der Jagdgenossenschaft für den Freundes- und Förderverein des Kreisaltenheims Grabenstätt. Die Anregung, die Jagdversammlung ins Frühjahr zu verlegen, weil man dann einen besseren Überblick über den Verlauf der am 31. März endenden Jagdsaison hätte, stieß auf ein geteiltes Echo. »Dann würde es auf jeden Fall nur noch Reh aus der Gefriertruhe geben und keinen frischen Hirsch mehr«, so Jagdpächterin Dorothea Meltl schmunzelnd. Sie hatte wieder das feine Hirsch-Wildbret gespendet,  das  man  sich  vor der Versammlung schmecken ließ. mmü