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Klaus Ritter neuer Traunreuter Bürgermeister

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Geschafft! Klaus Ritter nach Bekanntgabe des Stichwahlergebnisses in Traunreut. »Die Freude ist jetzt irre groß«, erklärte er.
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Da konnte er noch hoffen: Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger im Sitzungssaal des Rathauses vor Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Traunreut. Aus für Franz Parzinger (CSU): Der amtierende Bürgermeister der Stadt Traunreut verlor die Stichwahl gegen seinen Herausforderer Klaus Ritter (Freie Wähler).


3592 Bürger stimmten für Klaus Ritter, der damit 54,40 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erhielt. Parzinger brachte es auf 3011 Stimmen bzw. auf 45,60 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,13 Prozent.

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Unmittelbar nach der Bekanntgabe des Endergebnisses gratulierte Parzinger seinem Nachfolger. Gegenüber den Medien sagte der sichtlich enttäuschte Parzinger: »Offenbar wurde das nicht honoriert, was in den letzten zwölf Jahren geleistet wurde.«

Parzinger war vor zwölf Jahren erstmals zum Traunreuter Bürgermeister gewählt worden. Auch damals musste er in die Stichwahl, die er gegen Michael Mollner für sich entschied. Vor sechs Jahren wurde Parzinger dann im ersten Wahlgang bestätigt.

Überraschend schwach war sein Abschneiden bei der Wahl vor zwei Wochen: Auf lediglich 38,23 Prozent hatte es der Amtsinhaber im ersten Wahlgang gebracht, sein Herausforderer Ritter war auf 25,71 Prozent gekommen. Doch im zweiten Wahlgang konnte Ritter mehr Wähler für sich mobilisieren als der Amtsinhaber. So machte er den vermeintlich uneinholbaren Vorsprung Parzingers nicht nur wett, sondern konnte den CSU-Politiker auch deutlich überholen.

Dass es knapp werden würde, sei ihm schon klar gewesen, erklärte Ritter, der sein Wahlversprechen, sich für eine offene und bürgerfreundliche Politik einzusetzen, bekräftigte. »Was ich versprochen habe, werde ich auch einhalten.« Die Punkte, die sich die Freien Wähler auf die Fahnen geheftet haben, sollen Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Da wäre zum einen die Belebung der Innenstadt, die in den letzten zwölf Jahren verschlafen worden sei, und nicht zuletzt die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung. »Dass die wegkommt, daran werden wir arbeiten«, betonte Ritter. Er werde sich nicht im Büro abkapseln, sondern den Kontakt zu den Leuten suchen, versprach er. ga

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