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Klassik und Volksmusik mit vielen gemeinsamen Wurzeln

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An der Konzertharfe überzeugte Heidi Aigner. (Foto: Rasch)

Traunreut. »Mit Klassik trifft Volksmusik« erstellten die Mitglieder der Musikschulen im Landkreis, des Gauverbandes I, des Chiemgau-Alpenverbandes und des Kreisjugendrings im Rahmen der laufenden Kultur- und Jugendkulturtage ein gelungenes Projekt: Bei einem Konzert im k1 in Traunreut zeigten die Mitwirkenden, dass die klassische Musik und die Volksmusik zwar eigene Ziele verfolgen, der Übergang aber gleichzeitig sehr fließend sein kann und die beiden Musikrichtungen viele gemeinsame Wurzeln haben.


Nach dem Motto: »Literatur trifft die Musik« oder »Harfe trifft Blech«, spannten die Akteure einen Bogen von der Klassik zur Volksmusik. Irmi Irgmeier aus Niedling bei Traunwalchen streute mit ihrem Solo »How could I never know« einen Beitrag aus dem Musical »The secret garden« ein und wuchs dabei über sich hinaus. Die brillante Vorstellung der Solistin hätte einen Sonderapplaus verdient. Doch auf diesen mussten auch die übrigen Gruppen bis zur Pause bzw. bis zum Schluss warten. Um den musikalischen Charakter zu unterstreichen, baten die beiden Ansager, der Leiter der Musikschule Inzell, Heinrich Albrecht, und der Gaumusikwart des Chiemgau-Alpenverbandes, Thomas Heindl, erst am Ende zu applaudieren.

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Umso heftiger fiel dann der Schlussapplaus aus, den sich die Mitwirkenden auch zu Recht verdient hatten. Das abendfüllende Programm präsentierte eine große Bandbreite bekannter und weniger bekannter Stücke: von der Xandl Polka über eine Sonata, von einer Intrada über Ländlerische Tänze und Volksweisen, von einer Suite bis hin zum alpenländischen Liebeslied »Gernhom duad guad.«

Mitgewirkt haben die Blechscheidlmusi, das Streichtrio der Sing- und Musikschule Traunwalchen, die Jungen Grassauer Weisenbläser, die Koasawinkler Dirndl, die Bergmoos Musi, die Wössner/Winkl-Musi, Heidi Aigner an der Konzertharfe, der Traunviertler Dreigsang, das Gesangsduo Du & I, das Ziachduo Geisreiter/Wühr und die Schlechinger Alphornbläser.

Den Zuhörern wurde nicht nur ein musikalischer Ohrenschmaus geboten, sondern auch was fürs Auge: Alle Mitwirkenden traten im feschen Trachtengewand auf. Einschließlich der beiden Moderatoren, die in bayerischer Manier und mit Sachverstand durch den Abend führten.

Die Veranstaltung, die durchaus noch mehr Besucher verdient hätte, war ein Beweis dafür, dass die bodenständige und gehobene Volksmusik in der Region einen hohen Stellenwert genießt und vor allem auch von jungen Musikanten gelebt wird. ga

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