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Klare Siegerin war Rosalie vom Bernerhof

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Noch ein kleiner Schubs von Treiber Michi Steinmaßl und Rosalie aus Tengling kommt mit ihrem Führer Simon Öllerer (Startnummer 21) als Erste durchs Ziel, dicht gefolgt von Miza mit Sebastian Rieger und Martina Rieger aus Palling. (Foto: Huber)

Teisendorf – Trotz des schlechten Wetters ließen sich viele Zuschauer das Eselrennen im Rahmen der Pfingstwoche in Holzhausen nicht entgehen. Schnellster der elf Esel war Rosalie vom Bernerhof in Tengling. Den Eseln und ihren Führern und Treibern machte der nasse Boden nichts aus, sie hatten sichtlich ihre Freude.


Zuvor hatte Sprecher Hans Schifflechner die Esel und ihre Vorlieben vorgestellt – er hielt die Zuschauer auch während des Rennens immer wieder auf dem Laufenden. Schifflechner würdigte Erwin Elfinger, den langjährigen Organisator der Veranstaltung, der mit seiner Frau und dem Esel-Racing-Team Rückstetten diese Veranstaltung aufgezogen hat. »Sie haben sich wieder große Mühe gemacht, um ein interessantes, amüsantes, aber auch tiergerechtes Rennen zu veranstalten.«

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Sieben Esel starteten im Trostlauf

Zweimal vier Esel und einmal drei Esel gingen mit ihren Führern und Treiben ins Rennen, wobei jeweils der letzte Esel ausschied. Nach den Vorläufen kam der Trostlauf. Hier konnten sich alle sieben zuvor ausgeschiedenen Esel nochmals für den Endlauf qualifizieren: Oskar mit Lara Surer und Christian Müller (Treiber) vom Müllerteam in Sillersdorf, der das erste Mal dabei war und schließlich den sechsten Platz belegte, Jaqueline von den Jungbauern Matthias Wunderl und David Luger aus Österreich, Paula mit Andreas Rieger und Flo Schmid aus Rückstetten, die das erste Mal bei einem Rennen dabei war, Eselstute Benny vom Team Erdbau-Oeggl mit Christian Schmid und Sahra Bartl, Paula aus Hochburg-Ach mit Martin Reiter und Hansi Wolfgruber, Alois mit Andreas Aschauer und Christian Springl von Holzlob II vom Königssee, der hier das erste Mal dabei war und Miza vom Rieger-Power-Team aus Palling mit Sebastian und Martina Rieger. Ihr machte das Rennen auf einmal so viel Spaß, dass die sogar noch in die Endrunde kam.

Beim Endlauf durchliefen fünf Esel die rund 100 Meter lange Rennstrecke zweimal, während bei den Vorläufen nur eine Runde zu bewältigen war. Beim Treiben durfte weder mit der Hand geschlagen, noch eine Peitsche verwendet werden. Erlaubt war nur gutes Zureden, Führen am Strick und wenn notwendig, auch mal anschieben, was aber bei den meisten Eseln nicht notwendig war, weil sie selbst sichtbar Freude hatten.

Siegerin wurde Rosalie mit Simon Öllinger und Michi Steinmaßl vom Bernerhof aus Tengling. Miza, die den Trostlauf gewonnen hatte, kam beim Endlauf auf den zweiten Platz, gefolgt von Frieda aus Tengling mit Klaus Öllerer und Flo Steinmaßl, Fridolin mit Michael Aschauer und Sebastian Figl von Holzlob I aus Königssee und Oskar, dem nach Angaben seiner Besitzer schönsten Esel Österreichs, mit Christof Jungermann und Augustin Koch aus Hochburg-Ach.

Bei der Siegerehrung erhielten die ersten drei Teams Pokale, die anderen Medaillen und Gutscheine. Dann fand noch die Verlosung statt. Den ersten Preis, eine Fahrt mit Eintritt für zwei Personen ins Legoland, gewann der neunjährige Tobias Anfang aus Bergen. Außerdem wurden noch ein Spanferkel, mehrere Bierpreise und Essensgutscheine verlost. Erwin Elfinger würdigte im Namen des Esel-Racing-Teams Rückstetten alle Sponsoren und Spender der Preise sowie alle Helfer und nicht zuletzt alle Teilnehmer. »D' Edelbrandmusikanten«, fünf Burschen aus dem Salzburger Land, sorgten den ganzen Nachmittag für Musik.

Schon bei der Eröffnung der Pfingstwoche hatte Vorsitzender Hans Grabner an die Anfänge der Bierzeltgemeinschaft erinnert. Weil die Ritt-Teilnehmer sich selbst bewirten mussten, gingen die Teilnehmerzahlen immer mehr zurück. So gründeten 1972 neun junge Männer aus Holzhausen die Bierzeltgemeinschaft – es müsse doch möglich sein, Reiter und Zuschauer des Leonhardiritts zu bewirten in einem Bierzelt für rund 700 Leute.

Gründungsversammlung war 1972 in Holzhausen

Im April 1972 fand im Gasthaus Seidl die Gründungsversammlung statt. Neben der Verköstigung der Gäste wurde auch ein dreitägiges Programm festgelegt. Die Brauerei hat ein besonderes Festbier gebraut, das etwas mehr Stammwürze enthält.

Seit über 20 Jahren dauert das Pfingstfest nun schon eine ganze Woche. Nach dem Ruhetag am Dienstag findet am Mittwoch ab 20 Uhr ein Weinfest mit Tanz mit »Die drei Zwidern« statt, am Donnerstag folgt der Kabarettabend »Zeit is a Matz« mit »Da Huawa, da Meier und I«. Am Freitag gibt es einen Bierzeltabend mit der Musikkapelle Aufham und am Samstag folgt der Oberkrainer-Abend mit »Vera und ihren Oberkrainern« aus Slowenien.

Der Sonntag bietet am Vormittag ein Musikantentreffen mit jungen Musikgruppen aus der Region, der Nachmittag gehört wieder ganz den Rosserern. Die Kaltblutpferde-Zuchtvereinigung Berchtesgadener Land hat hierzu wieder ein reichhaltiges Programm ausgearbeitet, bei dem auch der Zehnerzug zu sehen ist. wh