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Klare Mehrheit für Bauhof-Neubau

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Traunreut. Das Raumprogramm für den Städtischen Bauhof, der aus der Innenstadt ausgelagert und für geschätzte 6,1 Millionen Euro im neuen Gewerbepark II neu gebaut werden soll, wurde vom Stadtrat in seiner Sitzung zwar abgesegnet. Für das Bauvorhaben ist eine Fläche von 6000 Quadratmetern vorgesehen. Ob es bei den grob geschätzten Kosten bleibt, ist offen. »Es könnte nach oben oder nach unten gehen«, sagte Bürgermeister Franz Parzinger, der von einer notwendigen und zukunftsorientierten Investition sprach.


Die kalkulatorischen Kosten schnitt Dr. Michael Elsen an. Der CSU-Stadtrat verwies auf ein vergleichbares Bauhofprojekt in Oberbayern, bei dem Kosten in Höhe von rund neun Millionen Euro ermittelt worden seien und wollte wissen, wie realistisch die Zahlen des Traunreuter Projekts sind. Nach Aussagen von Kämmerer Erich Suttner handle es sich bei den Baukosten und Baunebenkosten um eine wage Berechnung anhand der Quadratmeter. Die endgültigen Kosten werden seinen Aussagen zufolge erst spruchreif, wenn die Pläne eines noch zu ermittelnden Architekten vorliegen. Ein Zeitfenster, wann mit dem Bau des neuen Bauhofes begonnen wird, wurde noch nicht aufgemacht.

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Gegen die Stimme von Sepp Winkler (Bürgerliste) wurde auch beschlossen, für die Baumaßnahme im Haushalt 2013 zunächst zwei Millionen Euro einzustellen und in den Jahren 2014 und 2015 weitere vier Millionen Euro. Winkler vertrat die Meinung, dass eine Sanierung der wichtigsten Maßnahmen des bestehenden Bauhofs, für das vor einigen Jahren ein Sanierungsgutachten erstellt worden sei, ausreichend gewesen wären. Gleichzeitig erwähnte er, dass bislang noch kein konkretes Konzept vorliege, was mit dem Bauhofgrundstück in der Innenstadt passiere. Reinhold Schroll (CSU) räumte dazu ein, man sollte nicht vergessen, dass ein innerstädtisches Grundstück wesentlich wertvoller sei, als ein Gewerbegrundstück. Deshalb sollte der Bauhof auf ein günstigeres Grundstück gebaut und das innerstädtische Grundstück für die Entwicklung der Kernstadt hergenommen werden.

Auch die SPD-Fraktion und die Freien Wähler plädierten für eine schnelle Auslagerung aus der Innenstadt. »Lieber jetzt als morgen«, sagte Claus Ritter (Freie Wähler). Zweiter Bürgermeister Ernst Ziegler (SPD) verwies auf die räumliche Situation des Bauhofes. Mit dem Neubau könnten dann die bisher in der Stadt verstreuten Lager des Bauhofes unter einem Dach platziert werden. Dazu gehöre auch das Streulager auf dem Wertstoffhof und Lagerhalle in der Porschestraße, die veräußert und auf dem neuen Bauhofgelände durch einen Neubau ersetzt werden soll. Von einer Sanierung des jetzigen Bauhofes sollte nach Ansicht Zieglers Abstand genommen werden. Mit Generalsanierungen habe die Stadt so manch negative Erfahrung gemacht und Überraschungen erlebt.

Zu dem Sanierungsgutachten nahm auch der Bauhofleiter Josef Bernhofer Stellung. In dem Gutachten werde mitunter auf erhebliche Sicherheitsdefizite verwiesen, die bereinigt werden müssten, sagte Bernhofer. Ein großes Problem sei aber vor allem die Platznot, weil die Aufgaben des Bauhofes ständig zunehmen würden. Als Verfechter von Holzbauten regte Hans Baltin (Grüne) an, bei der Umsetzung des Projekts diesen Baustoff zu berücksichtigen. ga

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