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Klage gegen Umbau der Klosterkirche

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Weil er seine Rechte durch die Dämmung des Dachstuhls der Städtischen Galerie gefährdet sieht, zieht nun ein Nachbar des Klosterkirchen-Ensembles vor das Verwaltungsgericht. Foto: Siegfried Kerscher

Traunstein – Erst die endlosen politischen Debatten um die Sanierung der Klosterkirche, jetzt auch noch eine Klage: Nach Angaben des Verwaltungsgerichts München wird dort noch im März über die Klage eines Traunsteiners gegen das Projekt verhandelt.


In dem Verfahren geht es um eine Baugenehmigung für den Umbau des denkmalgeschützten Klosterkirchenensembles zu einem Kunst- und Kulturzentrum, die die Große Kreisstadt Traunstein sich selbst erteilt hat. Gegen diese Baugenehmigung klagt nun ein unmittelbar angrenzender Nachbar, weil die erteilte Abweichung von den Abstandsflächen ihn in seinen Rechten verletze. Er trägt vor, dass ihm dadurch die Gestaltungsmöglichkeit seines eigenen Grundstücks genommen werde.

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»Die Klage bezieht sich auf eine Veränderung der westlichen Abstandsfläche, die ausschließlich durch die notwendige weitere Dachdämmung des Südflügels des Klosterkirchenensembles (darin befindet sich die Städtische Galerie) ausgelöst wird. Es geht dabei um circa 20 Zentimeter Wärmedämmmaterial«, bestätigte Carola Westermeier, Pressesprecherin der Stadt Traunstein, auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts. Für den Fall, dass die Klage Erfolg hat, müsste im Bereich der Städtischen Galerie eine geringfügige Umplanung des Dachstuhls erfolgen. Eine Verzögerung der Bauarbeiten oder sogar ein Scheitern des gesamten Projekts könne aber ausgeschlossen werden. Die Stadt halte zudem die Erfolgsaussichten der Klage für äußerst gering, so Westermeier. coho

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