weather-image
15°

»KKK« kauften die »besseren Aktien«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die besten Broker im »Planspiel Börse 2012« zeichneten Sparkassenvorstand Stefan Nieß (rechts) und Marco Hauptenbuchner (links), der Leiter der Wertpapier-Beratung, jetzt aus. Den ersten Platz errang die Gruppe »KKK« mit Tobias Krause (von links), Simon König und ihrem »Chef« Maxim Klein. (Foto: Kreissparkasse)

Traunstein. Das beste Händchen im fiktiven »Planspiel Börse 2012«, bei dem es aus 50 000  Euro Anfangsguthaben durch geschickte Anlageentscheidungen binnen drei Monaten möglichst viel »Gewinn« auf dem Depot zu erwirtschaften galt, hatte im Bereich der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg die Gruppe »KKK« vom Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein mit Maxim Klein an der Spitze: Sie mehrte ihr Kapital um gut elf Prozent auf 55 599,42 Euro.


Zweite wurden die »Isinger Freestyler« mit Julian Wurmannstätter vom Landschulheim Schloss Ising, die es auf ein Plus von 8,4 Prozent oder 4185,86 Euro brachten. Auf dem dritten Platz landete das Team »RS Trostberg 10A« mit Seppi Neuner von der Staatlichen Realschule Trostberg mit einem Endergebnis von 54 133,86 Euro, somit einer Steigerung um 8,3 Prozent.

Anzeige

Bei der Siegerehrung im Brauereigasthof Schnitzlbaumer in Traunstein gratulierten Vorstandsmitglied Stefan Nieß und Marco Hauptenbuchner von der Wertpapierspezialberatung der Kreissparkasse. Die beiden besten Gruppen konnten ihre Geldpreise von 300 beziehungsweise 250 Euro gleich in Empfang nehmen. Die Drittplatzierten mussten auf ihre 200 Euro noch warten. Der Grund: Sie hatten Nachmittagsunterricht.

Die weiteren Geldpreise sicherten sich mit 150 Euro »Hb-Ts« mit Paul Blumenthal, ebenfalls Annette-Kolb-Gymnasium, mit einem Endbestand im Depot von exakt 53 865 Euro, gefolgt von »Die boarischn Mädels« von der Walter-Mohr-Realschule Traunreut. Die Damen, die mit 53 645,83 Euro schlossen, wurden mit 100 Euro belohnt. Die Ränge sechs bis zehn belegten »Vierkanttretlager« mit Valentin Walter Ager, Landschulheim Marquartstein, »cash king« mit Franz Aschl von der gleichen Schule, »MiGi LoKa« mit Katharina Miller vom Annette-Kolb-Gymnasium, »Powerrangers« mit Andreas Stein vom Landschulheim Marquartstein und »Die Aktienhaie« mit Benjamin Luzius von der Heinrich-Braun-Mittelschule Trostberg. Ihre »Gewinne« lagen jeweils zwischen gut 3100 und über 2700 Euro.

Die Nase vorne in der zusätzlichen Nachhaltigkeitswertung, bei der langfristiger Unternehmenserfolg das entscheidende Kriterium ist, hatten wiederum »KKK« vom Annette-Kolb-Gymnasium mit Maxim Klein. Nachdem die Spielregeln des Planspiels Börse aber keine doppelte Honorierung erlauben, rückten »Die Börsenzocker« mit Josef Siglreithmaier von der Reiffenstuel-Realschule Traunstein nach und holten sich die 300 Euro.

Knapp 500 Schüler in 151 gewerteten Spielgruppen aus mehr als einem Dutzend Schulen im Landkreis Traunstein testeten beim Planspiel Börse 2012 ihr finanzielles Gespür. Die meisten Teams kamen mit 23 von Landschulheim Marquartstein sowie vom Annette-Kolb-Gymnasium mit 20. Die Namen der Crews zeugten von Witz und Einfallsreichtum. Einige Beispiele: »Wild Ones«, »solids three«, »Dividende DLP«, »Grampf AG«, »Wir-bescheißen-Alle« oder »SilverZocker«. Dass an der Börse auch einiges »schief gehen« kann, mussten viele Broker erfahren: Nur 41 Prozent der Gruppen konnten ihr Anfangskapital steigern oder wenigstens halten.

Europaweit maßen sich dieses Mal über 41 000 Mannschaften beim Planspiel Börse. Die Spielrunde 2012 zeigte, dass die Ausrichtung am langfristigen Unternehmenserfolg zunehmend an Bedeutung gewinnt, aber auch, dass sich mit »grünen« Aktien ebenso viel Geld verdienen lässt wie mit konventionellen Wertpapieren. Nieß unterstrich: »Wir sind daran interessiert, den Jugendlichen langfristiges und nachhaltiges Wirtschaften zu vermitteln. Es geht an der Börse nicht um den kurzfristigen Gewinn, sondern um eine kluge Anlagestrategie.«

Hauptenbuchner blickte auf das Börsengeschehen im vergangenen Jahr zurück, das von anhaltender Unsicherheit geprägt war. Für 2013 gehen nach seinen Angaben viele Analysten von einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft und einer Besserung im Euro-Raum aus. kd