weather-image

Kinderhort in Kammer wird am Kindergarten angebaut

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Auf dieser Seite des Kindergartens in Kammer soll der Hort angebaut werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Stadtrat. (Foto: Reiter)

Traunstein – »Eigentlich sind nur zwei Varianten sinnvoll vertretbar«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel im Stadtrat. Gemeint war der Anbau für den Kinderhort in Kammer an der Ost- oder der Westseite des Kindergartens. Der Hauptausschuss hatte sich für eine Erweiterung an der Ostseite ausgesprochen, der Stadtrat entschied sich nun aber für die Westseite. So kann der Container, in dem die Buben und Mädchen derzeit nachmittags betreut werden, während der Umbauphase stehenbleiben. Außerdem verlieren die Schulkinder so weniger Fläche von ihrem Pausenhof.


Christa Fuchs (CSU) sagte, dass die Lehrer in Kammer sauer gewesen seien, weil sie nicht in die Diskussion miteingebunden wurden. »Jetzt sind wir unsicher, wie wir weitermachen sollen«, sagte sie.

Anzeige

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte, »dass wir für beide Seiten eine vernünftige Lösung finden sollten« – also für die Verantwortlichen des Kindergartens und die der Schule.

»Das darf uns nicht mehr passieren!«

»Der Schulstandort Kammer lebt davon, dass Leute aus Traunstein überzeugt wurden, ihre Kinder nach Kammer zu tun«, sagte Ursula Lay (UW). »Denn dort gibt es eine kleine Schule mit einem Kinderhort und einem schönen Pausenhof.« Deshalb spreche sie sich für einen Anbau an der Westseite aus. Sie kritisierte, dass bereits öffentlich über die verschiedenen Varianten diskutiert worden sei »und erst Tage später mit der Schulleitung gesprochen wurde. Das darf uns nicht mehr passieren!«

Stefan Namberger (CSU) sprach grundsätzlich die Erweiterungsbauten der Stadt bei verschiedenen Traunsteiner Schulen an. »Wir sollten künftig so planen, dass wir sinnvoll erweitern können.« Die Schule in Haslach liege wunderschön, »aber sie ist nicht zu erweitern«. Die Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule sei erst umgebaut worden, »jetzt ist sie schon wieder zu klein und eine Erweiterung schwierig«. Darauf sollte man in Zukunft mehr achten, betonte Namberger.

Oberbürgermeister Christian Kegel erwähnte, dass der derzeitige Umbau der  Ludwig-Thoma-Schule so realisiert werde, »dass wir jederzeit aufstocken können«.

Insgesamt hatte es für den Kinderhort in Kammer zehn Varianten geben – vom Neubau über einen Anbau an die Schule oder einen Umbau des Lehrerhauses. Übrig blieben schließlich die Varianten drei und vier mit einer Erweiterung an der West- oder Ostseite des Kindergartens. Der Stadtrat stimmte mit 23:1 Stimmen dafür, dass der Anbau an der Westseite des Kindergartens weiterverfolgt werden soll. Die Verwaltung wurde ermächtigt, die entsprechenden Aufträge zu vergeben. Die für die Planung und Umsetzung erforderlichen Haushaltsmittel werden im Haushalt 2016 und 2017 bereitgestellt.

Der Anbau war nötig geworden, weil die Betriebserlaubnis des Jugendamts für die Betreuung der Kinder im Container 2016 ausläuft (wir berichteten). Für die Fertigstellung der neuen Räume im Kindergarten stellte das Jugendamt nun eine Verlängerung der Betriebserlaubnis bis 2017 in Aussicht.

Breitbandausbau in Langmoos

Ein weiterer »Kammerer Tagesordnungspunkt« betraf die Breitbandversorgung. Nach Vorberatung im Finanzausschuss stimmte der Stadtrat mit 21:3 Stimmen dem Abschluss des Breitbandausbaus mit der Firma RSM Freilassing in Lüfteneck, Marberloh, Roitwalchen und Langmoos zu. Es seien vier Angebote eingegangen, das wirtschaftlichste sei das der Freilassinger Firma gewesen, hieß es. Bei dem für die Stadt geltenden Fördersatz von 70 Prozent ergibt sich ein kommunaler Eigenanteil von rund 35 000 Euro. Insgesamt kostet der Breitbandausbau im Bereich Kammer-Südost 119 000 Euro. KR

Wetter