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Kindergarten-Umbau ist fast abgeschlossen

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Die Umbaumaßnahmen am Kindergarten sind fast abgeschlossen. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – »Wir schrumpfen«, stellte Bürgermeister Hans Pertl in der Bürgerversammlung im Gasthof zum Ott fest – und das, obwohl die Zahl der Geburten von acht auf 15 gestiegen ist. Interessant sei, dass heuer in der Gemeinde die Geburten von 14 Buben und nur einem Mädchen verzeichnet worden seien. Derzeit habe die Gemeinde 1149 Bürger.


Trotz hoher Ausgaben und Investitionen sei es gelungen, den Schuldenstand der Gemeinde weiter zu reduzieren, so Pertl. Der Rücklagenstand von 916 Euro pro Kopf und über 1,1 Millionen Euro übertreffe deutlich den Schuldensand von 41 Euro pro Kopf und 50 000 Euro.

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»Wir sind froh, eine Grundschule im Dorf zu haben«, erklärte der Bürgermeister und betonte, dass dies auch weiter so sein werde. Im Untergeschoß der Schule sei die Musikschule untergebracht, die derzeit 65 Schüler besuchen würden. Die neu gegründete Musikkapelle finde sehr guten Zuspruch. Ob die Kapelle im kommenden Jahr bei der Fahnenweihe auftreten könne, wusste Pertl noch nicht. »Zum Spielen müssen wir auch noch das Marschieren lernen«, meinte er.

Der Umbau des Kindergartens sei fast abgeschlossen. Bisher seien 188 000 Euro ausgegeben worden. Es sei Gelände abgetragen worden, sodass der Kindergarten jetzt ebenerdig betreten werden könne. Im Außenbereich gibt es ein Atrium und einen großen Spielbereich. Die neu angelegte Wiese sei aber erst ab Mai 2018 »bespielbar«.

Auch der Breitbandausbau gehörte zu den besonderen Projekten in der Gemeinde Staudach-Egerndach. Die Maßnahme kostet 283 000 Euro, die Förderung beträgt 80 Prozent. Leider habe es Probleme mit der Ausführung gegeben, so Pertl. Die polnische Firma sei darum durch eine österreichische ersetzt worden. Man hoffe, dass es nun besser laufe. Nach einer Mitteilung sei aber erst Ende August 2018 mit der Inbetriebnahme des Breitbandnetzes zu rechnen.

Im Bereich des Straßenbaus laufen die Sanierung von Wanger Straße und Angerweg. Die Restarbeiten werden im Frühjahr folgen. Für die Straße Hub wurde eine Planung beauftragt; mit der Ausführung soll 2018 begonnen werden. Voraussetzung sei eine Einigung mit den Anliegern. Für den Battistiweg werde zunächst nur eine Planung gemacht; die Entscheidung über den Ausbau folge erst nach Vorlage der Daten und Zahlen.

Ein weiteres Projekt sei die Neugestaltung des Moorrundwegs mit einem Haushaltsansatz von 54 000 Euro. Gemeinderat Peter Schwarz informierte, dass im November 2016 auf Initiative von zweiter Bürgermeisterin Martina Gaukler zu einer Besichtigung des Moorrundwegs eingeladen worden war. Es folgten ein Bestandsaufnahme und eine Ideensammlung.

Bislang, so Schwarz, sei der überdachte Freisitz installiert. Das Hexenhäuschen, gebaut von Alex Sedlmaier, wurde farblich von Martina Gaukler und Martina Besenmüller ausgestaltet. Mit einer kleinen Brücke davor erfreue es sich großen Zuspruchs. Letztlich kam nun noch ein großes Insektenhotel hinzu. In Arbeit seien Informationstafeln, so Schwarz. Die Eröffnung des neuen Moorrundwegs soll am 1. Mai 2018 sein.

Bürgermeister Pertl ging zudem auf die Feuerwehr ein. Er freute sich, dass zwei neue, junge Kommandanten die Aktiven leiten und auch der Feuerwehrverein wieder eine Vorstandschaft habe. Zur Wasserversorgung erklärte er, dass die Wasserproben zu 100 Prozent einwandfrei seien. Dennoch werde das Wasser mit einer UV-Anlage weiterhin entkeimt.

Im Tourismus werde die Gemeinde einen neuen Weg einschlagen. Hierfür sei das Kommunalunternehmen Achental Tourismus mit den Gemeinden Unterwössen, Schleching und Marquartstein gegründet worden, das 2018 die Arbeit aufnehmen werde. Die letzte Tourismussaison sei gut verlaufen: mit einem Plus bei den Gästezahlen von 1,8 Prozent (4985) und einem Plus von 4,8 Prozent (20 266) bei den Übernachtungen. tb

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